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Ehemalige Hellweg-Klinik: Hier werden seit Herbst 2014 Flüchtlinge betreut. - © Karin Prignitz
Ehemalige Hellweg-Klinik: Hier werden seit Herbst 2014 Flüchtlinge betreut. | © Karin Prignitz

Staatssekretär nach Oerlinghausen-Besuch: "Jede Straftat ist eine zu viel"

Interview: NRW-Staatssekretär Andreas Bothe (FDP) zu den Reaktionen nach seinem Besuch in der Zentralen Flüchtlingsunterkunft der Landes in Oerlinghausen

Lothar Schmalen Lothar Schmalen
27.01.2018 | Stand 26.01.2018, 20:42 Uhr
Nimmt Stellung: Andreas Bothe, Staatssekretär im Flüchtlingsministerium - © Foto: Severin
Nimmt Stellung: Andreas Bothe, Staatssekretär im Flüchtlingsministerium | © Foto: Severin

Herr Bothe, in Oerlinghausen sind Anlieger der zentralen Flüchtlingsunterkunft des Landes empört über die Aussage von Ihnen, es gebe keinen Anlass für Angst, weil im Umfeld der Unterkunft zwar die Zahl der Einbrüche und Diebstähle angestiegen sei, nicht aber die der Körperverletzungen und sexueller Gewalt. Was ist da schief gelaufen?
Andreas Bothe:
Ich habe großes Verständnis für die Sorgen der Anlieger. Ich bedauere, dass hier ein Missverständnis aufkam, weil ich mit meinem Besuch ja gerade zeigen wollte, dass uns die Lage vor Ort sehr wichtig ist und ich mir ein persönliches Bild machen wollte. Ich will Wohnungseinbrüche nicht bagatellisieren. Denn ich weiß aus Erfahrungen in der eigenen Familie, wie schlimm das für die Opfer ist. Nach einem Einbruch bei meinen Eltern in Bielefeld konnte meine Mutter keine Nacht mehr alleine in der Wohnung bleiben. Ich kann daher genau nachvollziehen, dass die Bürger Angst haben. Ich habe auch kein Verständnis dafür, wenn Ladendiebstähle bagatellisiert werden. Ich wollte darauf hinweisen, dass die Kriminalität laut Polizei in bestimmten Bereichen deutlich angestiegen ist, in anderen nicht. Fest steht: jede Straftat gleich welcher Art ist eine zu viel.

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