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Die Beschäftigten in der Gastronomie bekommen seit August mehr Geld. - © NGG
Die Beschäftigten in der Gastronomie bekommen seit August mehr Geld. | © NGG

OWL Mindestlohn für Beschäftigte in der Gastronomie steigt

In OWL profitieren 45.500 Gastro-Beschäftigte von dem höheren Mindestlohn

04.08.2017 | Stand 10.01.2018, 11:37 Uhr

Bielefeld. Mehr Geld an Theke und Tresen: Die rund 45.500 Gastro-Beschäftigten in Ostwestfalen-Lippe verdienen ab sofort mindestens 9,25 Euro pro Stunde. Zum 1. August ist der branchenspezifische Mindestlohn für das nordrhein-westfälische Gastgewerbe um 25 Cent gestiegen, wie die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) mitteilt. Diese zweite Anhebung nach 2016 war in den Tarifverhandlungen vereinbart worden. Der Tarifvertrag läuft bis Juli 2018. Alle Betriebe der Branche sind dazu verpflichtet, die neue Untergrenze einzuhalten. Das zahlt sich für die Beschäftigten aus: „Eine Küchenhilfe, die Vollzeit arbeitet, hat nun am Monatsende 43 Euro mehr auf dem Lohnzettel", sagt Gaby Böhm von der NGG Bielefeld-Herford. Rat der Gewerkschaft: Abrechnung prüfen Die Gewerkschafterin rät den Beschäftigten, ihre nächste Abrechnung zu prüfen: „Ob an der Pommesbude oder im Sterne-Hotel – der neue Mindestlohn gilt für jeden, der in Ostwestfalen-Lippe mit Bewirtung und Beherbergung zu tun hat. Auch Mini-Jobber haben darauf Anspruch." Ausgebildete Kräfte sollten dagegen auf dem Tariflohn bestehen, der deutlich höher liege, sagt Böhm. Dieser liegt für einen ausgebildeten Koch oder eine gelernte Restaurantfachfrau bei 11,78 Euro pro Stunde. Einem Oberkellner steht sogar ein Stundenverdienst von gut 15 Euro zu.

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