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Der Fiat Barchetta wurde in ganz unterschiedlichen Farben produziert. Da ist für jeden Fan dieses italienischen Roadsters etwas Passendes dabei. - © Andreas Gubig
Der Fiat Barchetta wurde in ganz unterschiedlichen Farben produziert. Da ist für jeden Fan dieses italienischen Roadsters etwas Passendes dabei. | © Andreas Gubig

Steinhagen/Blomberg Der Club Barchetta Westfalen organisiert das Deutschland-Treffen

Die Fahrzeuge sind Anfang Mai im Hof des Burghotels zu bewundern. Die Teilnehmer kommen bis aus Japan nach OWL

Matthias Bungeroth
03.04.2016 | Stand 03.04.2016, 12:42 Uhr

Steinhagen/Blomberg. Wenn der Steinhagener Andreas Gubig über den Fiat Barchetta spricht, hellen sich seine Gesichtszüge auf. „In diesem Auto werden italienischer Fahrspaß und italienisches Design vereinigt", schwärmt der Mitbegründer des noch jungen Clubs Barchetta Westfalen. Dieser hat sogleich eine erste große Herausforderung zu bewältigen. „Uns wurde in diesem Jahr die Ehre zuteil, das Barchetta-Treffen Deutschland ausrichten zu dürfen", sagt Gubig. Die international angelegte Veranstaltung wird vom 5. bis 8. Mai im Burghotel Blomberg stattfinden, wie der 52-jährige Steinhagener verrät. Die Organisation des Treffens koordiniert Gubig gemeinsam mit seiner Lebensgefährtin Heike Birkemeyer sowie dem Ehepaar Ralf und Marion Multhaupt aus Vlotho. Rund 40 Anmeldungen von Barchetta-Freunden liegen bereits vor, weitere können im Internet getätigt werden. „Auch Tagesgäste sind herzlich willkommen", so Gubig. Nach Lippe werden natürlich vor allem Barchetta-Fahrer aus Deutschland kommen, aber: „Teilnehmer kommen auch aus der Schweiz, Österreich, Italien und Großbritannien", sagt der Steinhagener. „Auch ein Teilnehmerpaar aus Japan kommt" „Auch ein Teilnehmerpaar aus Japan kommt", fügt er stolz hinzu. So darf man sich nicht wundern, wenn Anfang Mai im lippischen Bergland sowie Ostwestfalen und dem Münsterland eine bunte Schaar von Barchetta-Cabrios über die Straßen flitzen wird. „Jeder ist darauf bedacht, dass sein Auto in einem schönen Zustand und frisch geputzt daherkommt", erklärt der Vertriebsingenieur Gubig. Tuningfanatiker finden sich unter den Barchetta-Freunden so gut wie keine. „Grundsätzlich soll das Auto eigentlich in seinem Originalzustand gehalten werden." Der italienische Roadster wurde von Anfang 1995 bis Mitte 2005 gebaut und ist durchweg mit einem 1,8-Liter-Motor ausgestattet, der 96 kW auf die Straße bringt. „Die ersten haben die Youngtimergrenze von 20 Jahren erreicht", sagt Gubig. Youngtimer, so nennen Insider ältere Autos, die als Liebhaberfahrzeuge genutzt werden, aber noch keine Oldtimer sind. Dieser Umstand hat für die Barchetta-Freunde einen schlagenden Vorteil. „Der größte Teil der Ersatzteile ist noch über Fiat erhältlich", weiß Gubig. Es gibt aber auch einen Gebrauchtmarkt hierfür. „Den typischen Barchettafahrer gibt es nicht", sagt Gubig. Liebhaber dieses Autotyps gibt es nach seinen Erfahrungen in allen Berufsgruppen und Gesellschaftsschichten. Bei den Treffen sind deshalb auch nicht nur „Schrauberthemen" angesagt. „Es wird nicht nur über Leistung und Technik geredet, sondern auch über alle Dinge des Lebens", weiß Gubig zu berichten. Und ab zehn Grad Celsius plus gelte für alle die Cabrio-Regel: Top down. Der Name „Barchetta" stammt natürlich aus dem Italienischen und bedeutet so viel wie „kleines Boot" oder „Bötchen". Entsprechend zivil gestaltet sich auch das Preisniveau für denjenigen, der heute Gefallen an dem flotten Zweisitzer findet. Für etwa 3.000 bis 7.000 Euro kann man bereits im übertragenen Sinne losschippern. Gubig: „Viel Spaß für einen kleinen Euro."

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