Metro - Quartalszahlen - © Foto: Federico Gambarini
Olaf Koch, Vorstandsvorsitzender von Metro, steht vor dem Logo des Unternehmens. | © Foto: Federico Gambarini

Gewinnrückgang Metro sieht sich bei Verkauf der Real-Kette im Plan

Düsseldorf - Der Handelskonzern Metro sieht sich beim geplanten Verkauf seiner Supermarktkette Real voll im Zeitplan. Es gebe «mehr als eine Handvoll aktiver Interessenten», sagte Metro-Vorstandschef Olaf Koch am Dienstag bei der Präsentation der Zahlen für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2018/19.

Metro erwarte in Kürze den Eingang von «unverbindlichen Preisangeboten». Der Handelskonzern hatte die Real-Kette im September vergangenen Jahres zum Verkauf gestellt.

Koch bekräftigte seine Absicht, die rund 280 Real-Märkte im Paket zu verkaufen. «Das ist unsere Ambition», sagte der Metro-Manager. Er wisse aber auch, dass die kartellrechtliche Situation in Deutschland eine Real-Übernahme für strategische Investoren schwer mache. Man werde keine Transaktion eingehen, die Metro in irgendeiner Weise das kartellrechtliche Risiko aufbürde, betonte er. Koch geht weiterhin davon aus, das Geschäft im Mai oder Juni abschließen zu können.

Negative Währungseffekte sowie Preissenkungen in Russland belasteten das Metro-Ergebnis zum Auftakt des Geschäftsjahres. Unter dem Strich ging der Gewinn um knapp 13 Prozent auf 202 Millionen Euro zurück. Im fortgeführten Geschäft - also ohne die zum Verkauf stehende Supermarktkette Real - lag der Gewinn mit 181 Millionen Euro auf Vorjahresniveau.

Im Russlandgeschäft konnte Metro den Abschwung bremsen. Der Konzern war durch eine verfehlte Preisstrategie in dem hart umkämpften russischen Markt ins Straucheln geraten. Das Management in Russland wurde ausgewechselt und die Strategie umgestellt. Russland sei für Metro «ein hochprofitables Geschäft», sagte Koch. Jetzt komme es darauf an, das Umsatzvolumen zu steigern. Die Entwicklungsmöglichkeiten in Russland seien enorm. Die Lebensmittel-Einzelhändler in Russland machten einen Jahresumsatz von 76 Milliarden Euro, davon erreiche Metro als Großhändler derzeit nur eine Milliarde Euro.

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