Börse Frankfurt - © Foto: Boris Roessler
Händler verfolgen im Handelssaal der Börse in Frankfurt die Kursentwicklung. | © Foto: Boris Roessler

Börse in Frankfurt Dax setzt Erholungskurs fort

Frankfurt/Main - Der Dax hat seinen Erholungskurs fortgesetzt. Auftrieb gaben vor allem neuerliche Hoffnungen auf eine Entspannung im Handelsstreit zwischen den beiden weltgrößten Volkswirtschaften USA und China. Aktuelle geldpolitische Entscheidungen in Europa und der Türkei wirkten zudem stützend.

Der deutsche Leitindex ging mit einem kleinen Plus von 0,19 Prozent auf 12.055,55 Punkte aus dem Handel. Der Index der mittelgroßen Werte, der MDax, verlor indes 0,60 Prozent auf 26.259,62 Zähler. Der Technologiewerte-Index TecDax büßte 0,80 Prozent auf 2876,41 Punkte ein.

Der EuroStoxx 50, Leitindex der Eurozone, legte um 0,21 Prozent auf 3333,68 Punkte zu. In Paris indes kam der Cac-40 nicht vom Fleck, in London, wo ebenfalls die Notenbank getagt und den Leitzins unverändert belassen hatte, schloss der FTSE 100 etwas schwächer. In den USA legte der Dow Jones Industrial indes zum europäischen Handelsschluss um 0,5 Prozent zu, die technologielastigen Nasdaq-Indizes zeigten sich zudem mit rund 1 Prozent im Plus.

Dax-Spitzenwert war die Aktie des Halbleiterherstellers Infineon mit plus 3,5 Prozent, die sich damit etwas von ihrem mehr als fünfprozentigen Vortagesverlust erholte. Die Aktie des Apple-Zulieferers Dialog Semiconductor setzte im TecDax ihre Ende Juni gestartete Erholungsbewegung mit einem Plus von 4,8 Prozent fort.

Eine Kaufempfehlung der Schweizer Bank UBS verhalf den Commerzbank-Aktien zu einem Kursplus von 2,5 Prozent. Steigende Zinsen dürften dem Institut demnach erhebliche Vorteile bringen.

Hoffnungssignale im Handelsstreit zwischen den USA und China beflügelten europaweit die Anteilsscheine der Autobauer. Die Papiere der deutschen Hersteller Daimler, BMW und VW erholten sich an diesem Donnerstag mit Kursgewinnen zwischen 1,0 und 1,7 Prozent.

Die Anteile an Delivery Hero hingegen fielen nach endgültigen Halbjahreszahlen zeitweise auf den tiefsten Stand seit 12 Wochen. Mit minus 3,2 Prozent beendeten sie den Tag. Der Essenslieferant hatte bereits im August seine Gewinnziele kassiert und stellt einen deutlich höheren operativen Jahresverlust in Aussicht als im vergangenen Jahr.

Am Rentenmarkt verharrte die Umlaufrendite bei 0,25 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,02 Prozent auf 140,89 Punkte. Der Bund-Future sank um 0,07 Prozent auf 159,52 Punkte. Der Euro legte zu. Die EZB hatte den Referenzkurs auf 1,1620 (Mittwoch: 1,1585) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8606 (0,8632) Euro.

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