Alois Hüser ist im Alter von 82 Jahren gestorben
Alois Hüser ist im Alter von 82 Jahren gestorben

Bielefeld Alois Hüser im Alter von 82 Jahren gestorben

Neue Westfälische als großes Lebenswerk

Bielefeld (fb). Wie erst jetzt bekannt wurde, ist Alois Hüser, Mitbegründer der Neuen Westfälischen, bereits am 19. Juni im Alter von 82 Jahren nach langer, schwerer Krankheit gestorben. Der gebürtige Paderborner hatte kurz nach dem Krieg eine Lehre zum Hotelkaufmann abbrechen müssen, war 1949 in die SPD eingetreten und arbeitete bei den Anker-Werken, wo er als IG-Metall-Mitglied in den Betriebsrat gewählt wurde. Er belegte Abendkurse und studierte Volkswirtschaft in Hamburg. Später übernahm er die Geschäftsführung des SPD-nahen Vereins "Neue Gesellschaft", dessen Publikationen bei der Presse-Druck GmbH hergestellt wurden, der Druckerei der SPD-eigenen Tageszeitung Freie Presse. Nach dem Tod von Freie-Presse-Verleger Emil Groß übernahm Hüser Anfang 1967 seine Nachfolge.Strategisch klug denkend Die Fusion von Freier Presse und Westfälischer Zeitung am 1. Juli 1967 zur Neuen Westfälischen ist Hüsers große Lebensleistung. Mit WZ-Verleger Hans-Reinhard Kaeller legte der strategisch klug handelnde und gewiefte Taktiker Hüser den Grundstein für den Erfolg des Unternehmens, das heute ein mittelständischer Medienkonzern ist. 1993 trat er in den Ruhestand. Von 1971 bis 1993 war er Geschäftsführer der dd-vg, der Deutschen Druck- und Verlagsgesellschaft, in der die Medienbeteiligungen der SPD zusammengefasst sind, und von Presse-Druck. Seine große Liebe galt Bauernhäusern. Daraus wurde schließlich der Museumshof Senne, der 1988 eröffnete. Für den Landschaftsverband Westfalen-Lippe arbeitete Hüser ehrenamtlich als Gutachter. Später errichtete er den Fachwerkkomplex Seekrug am Bielefelder Obersee. Hüser war auch in der Bildungsstätte Haus Neuland engagiert. Er hielt sich Zeit seines Lebens im Hintergrund, mochte kein Aufhebens um seine Person.

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