Das Oberlandesgericht Innsbruck hat die Ermittlungen gegen den Vorstandschef der Bielefelder Gildemeister AG, Rüdiger Kapitza, wegen des Verdachts der Untreue und des Betrugs eingestellt. - © ARCHIVFOTO: OLIVER KRATO
Das Oberlandesgericht Innsbruck hat die Ermittlungen gegen den Vorstandschef der Bielefelder Gildemeister AG, Rüdiger Kapitza, wegen des Verdachts der Untreue und des Betrugs eingestellt. | © ARCHIVFOTO: OLIVER KRATO

Gildemeister-Chef Kapitza auch in Österreich entlastet

Ermittlungen wegen Verdachts der Untreue und Betrug eingestellt

Bielefeld (fr). Das Oberlandesgericht Innsbruck hat die Ermittlungen gegen den österreichischen Werbeunternehmer Richard Morscher ("Montfort Werbung") und den Vorstandschef der Bielefelder Gildemeister AG, Rüdiger Kapitza, wegen des Verdachts der Untreue und des Betrugs eingestellt. Dies bestätigte ein Gerichtssprecher in Innsbruck. Über die Gründe sagte er nichts.

Morschers Anwalt habe die österreichischen Medien informiert. Das Gericht gab demnach seiner Beschwerde statt. Der Verdacht der millionenfachen Steuerhinterziehung habe sich nicht bestätigt, zitierte ORF Radio Vorarlberg Morschers Anwalt Wilhelm Klagian.

Ermittler hatten vermutet, dass Morschers Unternehmen Gildemeister überhöhte Rechnungen geschrieben habe und Morscher sich den Aufpreis mit Rüdiger Kapitza geteilt habe. Wie berichtet hat Morscher über seine "Montfort Werbung" sämtliche Marketing- und Werbeaufträge des Bielefelder Maschinenbauers Gildemeister abgewickelt.

Per OLG-Beschluss werden nun laut ORF-Bericht Ermittlungen gegen einen leitenden LKA-Beamten aufgenommen. Dieser soll laut dem Vorwurf von Morscher und Kapitza rechtswidrig ermittelt und anonyme Anzeigen an die Staatsanwaltschaft geschickt haben. Eine von Montfort Werbung engagierte Schriftpsychologin habe dies bestätigt. Die Staatsanwaltschaft Bielefeld hatte ihre Ermittlungen gegen Kapitza wegen Steuerhinterziehung 2010 eingestellt.

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