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Flughafen Paderborn-Lippstadt: Sorgen trotz Ferienstimmung

Rechenfehler bei beruflichen München-Pendlern

07.07.2012
Lando, Axel, Leon und Cornelia Leitheußer aus Kaufungen flogen gestern vom Flughafen Paderborn-Lippstadt nach Teneriffa. - © FOTO: REINHARD ROHLF
Lando, Axel, Leon und Cornelia Leitheußer aus Kaufungen flogen gestern vom Flughafen Paderborn-Lippstadt nach Teneriffa. | © FOTO: REINHARD ROHLF

Paderborn (jm). Mehr als 6.500 Passagiere am ersten Wochenende der Sommerferien – 45 Prozent mehr als zum Ferienstart im vergangenen Jahr. Der Flughafen Paderborn-Lippstadt meldete scheinbar positive Zahlen. 89.000 Passagiere sollen in den nächsten sechs Wochen den Flughafen nutzen. Doch wie die Betreibergesellschaft jetzt einräumt, wurden Pendler, die von Paderborn-Lippstadt nach München fliegen, mit in die offiziellen Zahlen eingerechnet. In Urlaubsfliegern werden demnach nur 75.600 Menschen sitzen – ein Minus von drei Prozent gegenüber den Sommerferien 2011.

Im ersten Halbjahr 2012 verzeichnet der Flughafen bei den Passagieren sogar ein Minus von 6,3 Prozent. Zwar sollen nun die Ausgaben um 2,5 Millionen Euro gesenkt werden. Dennoch wird für das Geschäftsjahr 2012 mit einem Verlust im sechsstelligen Bereich gerechnet. Sorgen macht vor allem der Ausbau des Flughafens Kassel-Calden, der im April 2013 als Konkurrent an den Markt kommt.
Die Urlauber in Paderborn-Lippstadt merkten indes nichts von den Problemen. Der Ferienstart verlief reibungslos. Dagegen musste der Flughafen München wegen einer Radarpanne zwei Stunden gesperrt werden.
      


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