Revell-Chef in Bünde bleibt an Bord

Standort soll nach US-Übernahme ausgebaut werden

17.02.2012 | Stand 16.02.2012, 18:36 Uhr
Hans Ulrich Remfert.
Hans Ulrich Remfert.

Bünde (sch). Hans Ulrich Remfert, Geschäftsführer des Modellbauers Revell GmbH & Co. KG in Bünde, bleibt auch nach dem Verkauf an den amerikanischen Konzern Hobbico an der Spitze des Bünder Unternehmens.

"Das war die Bedingung", erklärt der 61-Jährige. "Und natürlich, dass der Standort Bünde mit allen Arbeitsplätzen erhalten bleibt." Seit Herbst vergangenen Jahres sei Revell Bünde mit den Amerikanern in Verhandlungen gewesen. Dass Revell nach Jahren der Umstrukturierung auf den Weg des Erfolgs zurückgefunden habe, sei kein Widerspruch zum Verkauf.

"Das war für die Amerikaner ein logischer Schritt", sagt Remfert, "sie wollten mit einem starken Partner in Europa Fuß fassen. Wir in Bünde hätten auch allein wohl noch ein paar Jahre weitergemacht." Mit Remfert bleibt auch Thorsten Koss an Bord, den wir gestern fälschlich der Geschäftsführung zugeordnet haben. Koss bleibt als Bereichsleiter verantwortlich für Marketing und Produktentwicklung.

Hobbico und Revell sollen sich ergänzen

Die Produkte von Hobbico, dem nach eigenen Angaben weltweit größten Anbieter von Hobby-Artikeln, und den Bündern sollen sich in Zukunft ergänzen. "Natürlich nehmen wir Produkte von Hobbico mit in die Distribution", sagt Remfert. Auch Revell-Produkte sollen künftig von Hobbico mit vertrieben werden. Hobbico ist vor allem im Bereich "Radio Control", bei ferngesteuerten Modellen, bestens im Geschäft. Diesen Sektor hat Revell selbst auch vor einigen Jahren aufgebaut. "Das harmoniert bestens."

Weitere Harmonie will Remfert im April aufbauen, dann sind in den USA Strategiegespräche angesetzt. Erste Hobbico-Artikel sollen im Herbst ins Bünder Sortiment kommen. "Effekte wird es daher wohl erst im kommenden Jahr geben", sagt Remfert. Das Ziel ist klar: weiteres Wachstum in Bünde, sowohl was den Umsatz als auch die Mitarbeiterzahl angeht.

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