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Phoenix Contact baut die deutschen Standorte aus - © FOTO: PHOENIX CONTACT
Phoenix Contact baut die deutschen Standorte aus | © FOTO: PHOENIX CONTACT

BLOMBERG Phoenix auf Rekordjagd

Umsatz wächst auf 1,5 Milliarden, deutsche Standorte gestärkt

VON STEFAN SCHELP
24.11.2011 | Stand 23.11.2011, 19:06 Uhr

Blomberg. Der Phoenix schwingt sich in neue Höhen: Mit 1,5 Milliarden Euro hat der Blomberger Spezialist für elektronische Verbindungstechnik im Jahr 2011 einen neuen Rekordumsatz erreicht. Das ist ein Plus von 13 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Auch die Zahl der Mitarbeiter von Phoenix Contact zeigt deutlich nach oben – und zwar keineswegs nur an den starken Auslandsstandorten, wie der Türkei und China. Auch an den Stammsitzen in Blomberg und Bad Pyrmont stellte der Konzern 500 neue Mitarbeiter ein.

Insgesamt stieg die Zahl der Beschäftigten um 1.050 auf jetzt 12.000. "Das ist eine neue Rekordzahl", freut sich Phoenix-Sprecherin Beatriz Garcia. Das sei eine der wichtigsten Botschaften des Blomberger Konzerns: Wir stärken unsere deutschen Standorte."

Noch Platz für neue Gebäude auf dem Firmengelände

Für 2012 sind die Blomberger zwar noch vorsichtig. Angesichts der unsicheren Gesamtlage sei "eine seriöse Vorhersage" schwer, sagt Geschäftsführer Rolant Bent. Und dennoch: Ein Wachstum, das über dem Schnitt der Branche liege, traue sich Phoenix Contact allemal zu, sagt Bent.

Die baulichen Voraussetzungen dafür hat der Konzern in diesem Jahr geschaffen. In Blomberg ist auf 5.000 Quadratmetern ein Gebäudekomplex entstanden, in den im nächsten Jahr die Abteilungen für Marketing und Entwicklung einziehen werden. Damit wird es zwar langsam eng auf dem Gelände im Lippischen, aber nicht zu eng für weitere Gebäude mit Büroflächen. "Da passt noch was", ist sich Beatriz Garcia sicher.

Reichlich Platz ist darüberhinaus auch noch in Schieder, wo die Blomberger das in die Insolvenz gerutschte Möbelwerk auf einem Areal von 100.000 Quadratmetern gekauft haben. Die Sanierungsarbeiten haben dort längst begonnen, im nächsten Jahr wird hier das Aus- und Weiterbildungszentrum des Unternehmens angesiedelt.

China ist ein wichtiger Markt für Phoenix Contact

Noch ein bisschen größer geht es in China, am Standort Nanjing. Dort entsteht auf 25.000 Quadratmetern das größte Gebäude, das die Phoenix-Contact-Gruppe je errichtet hat. "Damit erhält der Standort Raum für das Wachstum der kommenden Jahre", sagt Bent.

China hat sich zu einem der wichtigsten Phoenix-Contact-Märkte entwickelt. Hier produziert das Unternehmen gemeinsam mit dem chinesischen Partner Nanjing Automation Research Institute (Nari) "Zapfsäulen" für Elektrobusse. Mehr als 4.000 dieser Stationen sind bereits in Betrieb, das Potenzial ist aber noch weitaus größer.

Auch die Chinesen sind stolz auf den deutschen Partner. Die Provinzregierung verlieh dem Unternehmen die Auszeichnung "Institute of Excellence". Das Elektrobus-Projekt sei das derzeit erfolgreichste Pilotprojekt der Elektromobilität in China.

Wachstum durch Windkraft und Solartechnik

Nicht nur in China, auch in Deutschland hat Phoenix Contact innovative Partner. In den LED-Straßenleuchten, die Hella entwickelt hat, steckt ebenfalls jede Menge Technik von Phoenix Contact.

Zusätzliches Wachstum soll in Zukunft für die Blomberger aus vier Bereichen kommen. Zentral sind die Branchen Automotive, Windkraft, Solartechnik und urbane Infrastruktur mit Wasser/Abwasser, Verkehrsinfrastruktur und Energieverteilung.

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