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Christian Schäferbarthold im Hochregallager. - © FOTO: TYLER LARKIN
Christian Schäferbarthold im Hochregallager. | © FOTO: TYLER LARKIN

PORTA WESTFALICA Christian Schäferbarthold setzt auf hohe Qualität zu guten Preisen

UNTERNEHMER IM PORTRÄT (5): Dynamisch in die Zukunft

VON YASEMIN GÜZEL BOZKAYA UND PANAGIOTIS ANDREADI
24.08.2011 | Stand 23.08.2011, 18:27 Uhr

Porta Westfalica. Christian Schäferbarthold legt ein beeindruckendes Tempo vor. Und das nicht nur im Treppenhaus, auf dem Weg in sein Büro. Sondern auch in "seinem" Unternehmen, der Schäferbarthold GmbH in Porta Westfalica. Seit 12 Jahren arbeitet der 42-jährige im eigenen Familienunternehmen – mit seinem Bruder und Vater als Geschäftsführer des Unternehmens in vierter Generation.

Kerngeschäft der Schäferbartholds ist der Vertrieb von Autoteilen und Zubehör an Vertrags,- und lagerhaltende Werkstätten des Automobilsektors. Christian Schäferbarthold ist im Unternehmen verantwortlich für Vertrieb, Logistik, EDV und strategische Entscheidungen. Sein Bruder kümmert sich um die Finanzen und das Personal.

Information

Schäferbarthold GmbH

  • Das im Jahre 1924 gegründete Unternehmen Schäferbarthold GmbH wird in vierter Generation von der Inhaberfamilie Schäferbarthold geführt. Es hat seinen Sitz in Porta Westfalica und ist im Großhandel mit Fahrzeugersatzteilen und -Zubehör tätig.
  • Das Unternehmen betreut mit seinen Mitarbeitern Kunden in mehr als 70 Ländern und ist für seine Qualität und schnelle Logistik bekannt.

Der Ruf ins Unternehmen kam für Christian Schäferbarthold 1999 nach dem Tod seines Onkels. In sein heutiges Aufgabenfeld ist Schäferbarthold Schritt für Schritt eingeführt worden. Der Vater führte die Söhne schon früh ans Unternehmen heran und trat selbst langsam in den Hintergrund. Heute gehört das Unternehmen zu gleichen Teilen den beiden Brüdern mit jeweils 35 Prozent. Der Vater hält mit 30 Prozent eine Minderheitsbeteiligung und steht den beiden beratend zur Seite.

"Unsere Mitarbeiter sind unser wichtigstes Kapital"

Die Unternehmenskultur ist heute geprägt von offener und direkter Kommunikation, Zusammenarbeit, Authentizität und Konsens. "Auch im eigenem Unternehmen kann ich nicht kommandieren: ,Geben Sie mir mal die Daten, ich sage jetzt mal, wo es langgeht‘." Die gemeinsame Suche und das Erarbeiten von Lösungen steht im Vordergrund. Darauf legt Schäferbarthold großen Wert. "Unsere Mitarbeiter sind unser wichtigstes Kapital." Das bringt auch eine gehörige Portion Verantwortung mit sich. "Ich mache mir Gedanken, wie für die Mitarbeiter die Zukunft aussieht. Damit geht man nicht leichtfertig um." Die Schäferbarthold GmbH will wachsen. "Wir haben vor zu wachsen, wir investieren, damit versuchen wir auch die Zukunft der Mitarbeiter zu sichern.

Der verheiratete vierfache Familienvater trägt aber auch seinen Kindern gegenüber (drei Söhne 10, 8, und 6 Jahre alt; eine Tochter 4 Jahre alt) unternehmerische Verantwortung. "Zielsetzung ist, langfristig so erfolgreich zu sein, dass die nächste Generation die Chance hat, dabei zu sein. Wenn sie will." Aber der Vater legt der fünften Generation keine Ketten an: "Wenn sie nicht will, dann sollen sie eine gute Chance im Leben bekommen, die Berufung zu finden, die sie ausfüllt."

Ein Selbstläufer ist das Wachstum des Unternehmens ohnehin nicht. Denn in einigen Staaten versuchen Automobilhersteller, Schäferbarthold die erfolgreiche Nische streitig zu machen. Einschüchtern lassen sich die Portaner davon nicht. Schäferbartholds Gegenmittel ist einfach. "Eine hohe Qualität der Produkte seines Unternehmens zu einem guten Preis." Schäferbarthold passt sich den Kundenbedürfnissen an, sorgt für eine fixe und transparente Logistik.

Die Freiheit im Kopf

Die Prognose bleibt deshalb deutlich positiv. Tatsächlich seien die vergangenen zwei Jahre sehr gut gelaufen für das Unternehmen. "2009 und 2010 waren die schönsten Jahre, die wir die letzten 10 Jahre hatten."

Für die kommenden Generationen wünscht sich der Unternehmer, dass sie "die Freiheit im Kopf für die eigene Entwicklung und gleichzeitig eine Zielsetzung hat". Schäferbarthold selbst hat diese Freiheit im Kopf. Und das passende Tempo dazu. Auch wenn es treppab etwas vorsichtiger geht als zuvor die Stufen aufwärts. Nach oben geht es eben engagierter und zielstrebiger als nach unten.

 Gemeinsam: Uni Bielefeld und Neue Westfälische

  • Fünfter Teil unserer Unternehmer-Serie: Yasemin Güzel Boskaya und Panagiotis Andreadis, Studierende der Wirtschaftswissenschaften an der Uni Bielefeld am Lehrstuhl von Prof. Fred Becker, stellen den Unternehmer Christian Schäferbarthold aus Porta Westfalica vor. Entstanden ist der Artikel im Rahmen einer praktischen Übung zum Wirtschaftsjournalismus, die die Universität und die Neue Westfälische gemeinsam gestaltet haben. Betreut wurde die Veranstaltung von Beckers Mitarbeiter Yves Ostrowski.
  • In der nächsten Woche schließen wir unsere Serie mit einem Porträt von Wolfgang Böllhoff ab.

     

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