GÜTERSLOH Gütersloher Traditionsfirma Miele verbucht Rekordumsatz

Mit "gedämpfter Zuversicht" in die Zukunft

Miele glänzt mit Rekordzahlen - © WIRTSCHAFT
Miele glänzt mit Rekordzahlen | © WIRTSCHAFT

Gütersloh (nw/dapd). Der Haushaltsgerätehersteller Miele hat im abgelaufenen Geschäftsjahr durch solide Geschäfte in der Heimat und sich erholende Märkte im Ausland einen Rekordumsatz gemacht. Gegenüber dem Vorjahr verbuchte das Unternehmen ein Plus von vier Prozent. Bezüglich des Gewinns machte Miele traditionell keine Angaben.

Die Einnahmen beliefen sich zwischen Juli 2010 und Juni 2011 auf 2,95 Milliarden Euro, wie das Familienunternehmen am Montag mitteilte. Somit verzeichnete Miele den höchsten Umsatz in seiner 112-jährigen Firmengeschichte. In die Zukunft blicken die Gütersloher jedoch mit "gedämpfter Zuversicht." Im Moment verunsichern die Schuldenkrise einiger Euro-Länder sowie die Sorge um die US-Konjunktur nicht nur die Finanzmärkte, sondern auch die Konsumenten", sagte der geschäftsführende Gesellschafter Markus Miele zur Begründung.

Das Traditionsunternehmen Miele verbuchte den höchsten Umsatz in seiner 112-jährigen Firmengeschichte. Das Foto zeigt den geschäftsführenden Gesellschafter Markus Miele. - © ARCHIVFOTO: RAIMUND VORNBÄUMEN
Das Traditionsunternehmen Miele verbuchte den höchsten Umsatz in seiner 112-jährigen Firmengeschichte. Das Foto zeigt den geschäftsführenden Gesellschafter Markus Miele. | © ARCHIVFOTO: RAIMUND VORNBÄUMEN

Dieser Trend sei bereits in den vergangenen Monaten spürbar gewesen und dürfte sich nach Einschätzung der Geschäftsleitung weiter verfestigen. Bezüglich des laufenden Geschäftsjahres gibt sich die Firmenleitung noch zurückhaltend. Als Grund nannte sie die Schuldenkrise in Europa und die Sorgen um die US-Konjunktur, die nicht nur die Finanzmärkte, sondern auch die Verbraucher verunsicherten.

Entwicklung verlief unterschiedlich

Der Umsatzzuwachs wurde mit einem Plus auf der Einnahmenseite von 4,6 Prozent auf 2,06 Milliarden Euro vor allem vom Ausland getragen. Jedoch verlief die Entwicklung in den einzelnen Ländern unterschiedlich: Die Geschäfte in Zentral- und Nordeuropa nahmen fast überall "zufriedenstellend" zu, wie Miele mitteilte. Positiv habe sich dabei unter anderem die Erholung der Geschäfte in Skandinavien bemerkbar gemacht, die zuvor unter dem starken Euro gelitten hätten.

In Überseemärkten wie den USA, Kanada, Hongkong, Singapur oder Südkorea habe es zum Teil sogar Zuwächse im deutlich zweistelligen Bereich gegeben. In Südeuropa und Irland liefen die Geschäfte hingegen schlechter. In Deutschland verbuchte Miele ein Umsatzplus von drei Prozent auf 865 Millionen Euro. Damit steuert der Heimatmarkt knapp 30 Prozent zum weltweiten Umsatz bei. Die Zahl der Mitarbeiter weltweit blieb nahezu konstant bei gut 16.600.

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