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Das Audi-Logo. - © picture alliance / NurPhoto
Das Audi-Logo. | © picture alliance / NurPhoto

Urteil Gericht bestätigt: Audi darf gendern

Das Landgericht Ingolstadt weist eine Klage gegen Gendersprache bei Audi ab. Es war die erste ihrer Art bundesweit. Vom Tisch ist das Problem damit aber noch lange nicht.

Thomas Magenheim-Hörmann
30.07.2022 | Stand 30.07.2022, 08:42 Uhr

Ingolstadt. Gendersensible Sätze wie diese wollte der klagende VW-Manager in Dokumenten der Konzerntochter Audi nicht mehr lesen, geschweige denn schreiben müssen. „Der_die BSM-Expert_in ist qualifizierte_r Fachexpert_in.“ Das hatten Audianer unter anderem in einer Mail an den 46-jährigen Kläger geschrieben. Eine entsprechende Unterlassungsklage gegen Audi hat Richter Christoph Hellerbrand vom Landgericht Ingolstadt aber nun in erster Instanz abgewiesen. Zufriedengeben wird sich der VW-Manager damit eher nicht. „Dass es weitere Schritte gibt, schließe ich explizit nicht aus“, meinte er nach Verkündung des Richterspruchs. Auch der Verein Deutsche Sprache, der die Klage mitfinanziert hat, prüft einen Gang in die nächste Instanz. Audi sieht sich bestätigt.

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