Bei dem Bielefelder Werkzeugmaschinenbauer DMG Mori brummt das Geschäft: Die Auftragseingänge sind in den ersten drei Monaten des Jahres um fast 50 Prozent in die Höhe geschnellt. - © Martin Krause
Bei dem Bielefelder Werkzeugmaschinenbauer DMG Mori brummt das Geschäft: Die Auftragseingänge sind in den ersten drei Monaten des Jahres um fast 50 Prozent in die Höhe geschnellt. | © Martin Krause

NW Plus Logo OWL-Industrie DMG Mori trotzt Lieferkettenproblemen: Rekordzahlen zum Jahresauftakt

Der Bielefelder Maschinenbauer erzielt zehn Prozent Rendite im ersten Quartal. Das Unternehmen partizipiert auch an vermehrten Bestellungen der Rüstungsindustrie.

Martin Krause

Bielefeld. Der anhaltende Corona-Lockdown in Schanghai ist für die deutsche Industrie beunruhigend - das denkt Christian Thönes, der Vorstandschef des Bielefelder Werkzeugmaschinenherstellers DMG Mori. "70 Prozent aller Containerschiffe haben inzwischen Verspätungen, da wird es für die Empfänger der Güter mit der Termintreue schwierig", sagt er. Für DMG Mori selbst seien die Probleme auf dem chinesischen Markt allerdings kein übergroßes Risiko.

"Wir haben dort eine gute Mannschaft und bauen südlich von Schanghai derzeit für 80 Millionen Euro ein neues Werk". Ein großes Unternehmen müsse einfach in China aktiv sein, gemeinsam mit dem japanischen Mutterkonzern habe DMG Mori etwa 500 Mitarbeiter in dem Land. Doch der Anteil des chinesischen Geschäfts betrage weniger als zehn Prozent am Umsatz. Eine Produktion in China für den chinesischen Markt sei in jedem Fall sinnvoll, aber zur Belieferung der europäischen Märkte? "Da bin ich skeptisch. Wir brauchen in vielen Bereichen wieder mehr Regionalisierung", sagt Thönes mit Blick auf die angespannten Lieferketten.

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