Christian Thönes ist seit 2016 Vorstandsvorsitzender der Bielefelder DMG Mori AG. Von den gut 6.800 Mitarbeitern sind etwa 1.000 in Bielefeld beschäftigt. - © Oliver Krato
Christian Thönes ist seit 2016 Vorstandsvorsitzender der Bielefelder DMG Mori AG. Von den gut 6.800 Mitarbeitern sind etwa 1.000 in Bielefeld beschäftigt. | © Oliver Krato

NW Plus Logo Maschinenbau Bielefelder Unternehmen DMG Mori droht in Russland Enteignung

Das Unternehmen ist bereits von westlichen Sanktionen betroffen. Den Krieg verurteilt die Chefetage scharf. Für 2022 ist der Vorstand trotz allem optimistisch.

Martin Krause

Bielefeld. Eigentlich hätte Christian Thönes bei der Präsentation der Bilanz für das Jahr 2021 allen Grund für einen strahlenden Auftritt gehabt. Die von Vorstandschef Thönes geführte DMG Mori AG in Bielefeld verbuchte nach dem coronabedingt schlechten „Ausnahmejahr“ 2020 mit einem 32-prozentigen Umsatzeinbruch nun in allen Belangen zweistellige Zuwächse. Der Nettogewinn legte gar um 64 Prozent zu. Doch dem Chef des Werkzeugmaschinen-Herstellers war nicht nach einem Triumphzug zumute.

Thönes stellte zunächst den Krieg in der Ukraine und das dadurch verursachte Leid in den Vordergrund: „Wir verurteilen den Krieg der russischen Regierung gegen die Ukraine aufs Schärfste“, sagte er bei einer online abgehaltenen Pressekonferenz. Nach der Invasion Ende Februar habe sein Unternehmen umgehend alle Vertriebs- und Serviceaktivitäten in Russland sowie die Produktion in der konzerneigenen Fabrik in Ulyanovsk gestoppt. Als Produzent von sogenannten „Dual-Use-Gütern“, die für zivile und militärische Zwecke (also etwa Maschinen auch für die Waffenherstellung) eingesetzt werden können, sei DMG Mori ohnehin auch von den westlichen Sanktionen betroffen.

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