0
Auf dem PC und dem Handy: Lila zeigt eine gute Mobilfunkabdeckung im LTE-Bereich. - © Wolfgang Rudolf
Auf dem PC und dem Handy: Lila zeigt eine gute Mobilfunkabdeckung im LTE-Bereich. | © Wolfgang Rudolf

Breitbandmessung.de Funklochkarte für Handynetze ist online

Seit einem Jahr gibt es die App der Bundesnetzagentur, mit der jedermann die Nichtverfügbarkeit von Funknetzen dokumentieren kann. In der Region sieht es ziemlich gut aus

Dirk-Ulrich Brüggemann
09.11.2019 | Stand 08.11.2019, 22:58 Uhr

Bielefeld/Bonn. Ab sofort kann sich jeder Handynutzer ein Bild davon machen, wo und in welcher Qualität das Handynetz in der Bundesrepublik verfügbar ist. Die Bundesnetzagentur hat eine entsprechende Karte unter der Internet-Adresse breitbandmessung.de veröffentlicht. Vor gut einem Jahr hat die Bundesnetzagentur eine App veröffentlicht, mit der die Nutzer die Nichtverfügbarkeit von Mobilfunknetzen dokumentieren können. Die Mess-Anwendung, vielen besser bekannt als Funkloch-App, ist den Angaben zufolge bisher 187.000 Mal auf Smartphones installiert worden. Insgesamt er- und übermittelten die Nutzer bisher knapp 160 Millionen Messpunkte als Basis für die Funklochkarte. Alle Daten, die Nutzer der Breitbandmessung-App der Bundesnetzagentur bislang übermittelt haben, sind nun online und grafisch aufbereitet abrufbar. Anhand einer Adresse lassen sich die ermittelten Netzabdeckungswerte auf der Karte einsehen und etwa mit den Ergebnissen vergleichen, die man mit der App selbst vor Ort ermittelt hat, erklärt die Behörde. In OWL schaut es gut aus Für die Region Ostwestfalen-Lippe zeigt die Karte in weiten Teilen eine gute Versorgung mit dem Mobilfunknetz LTE. Schlecht sieht der Handyempfang aber auf dem Truppenübungsplatz Senne, in Teilen der Paderborner Hochebene, im Lippischen Wald, im Eggegebirge und in einem Bereich zwischen Bad Lippspringe, Schlangen und Altenbeken aus. Dort ist das Handynetz laut Karte nicht verfügbar. Weitere Schwachpunkte finden sich in Teilen des Kreises Höxter und der Warburger Börde, im Altkreis Büren sowie in dem Gebiet zwischen Horn-Bad Meinberg, Dörentrup, Extertal und Kalletal. Besonders schlecht sieht im Bereich um Kalletal aus, Dort haben die Nutzer der App häufig keinen Handy-Empfang gehabt und wenn doch, dann allenfalls mit dem veralteten Mobilfunkstandard 2G, der ein Surfen im Internet eigentlich nicht mehr zulässt. Auch im Bereich um Rödinghausen am Rande des Wiehengebirges dokumentiert die Karte eher eine schlechte Handyverbindung. Ähnlich sieht auch in der Gegend um Pr. Oldendorf aus. Fazit für die Region: Überwiegend 4G-Empfang, ansonsten mindestens 3G, ab und zu 2G oder gar kein Empfang. Bisher dokumentiert die Karte de Netzagentur noch keine 5G-Empfangsmöglichkeiten. Diese sollen zu einem späteren Zeit hinzugefügt werden. Ebenfalls ist die Karte nicht repräsentativ, denn sie enthält nur von den Nutzern gemeldete Messpunkte. Die Nutzer der App stellen keinen Querschnitt der Bevölkerung dar und die Messpunkte sind nicht gleichmäßig verteilt. Die Karte ist über ein Crowdsourcing-Ansatz zustande gekommen, was bedeutet, dass nur dort Messpunkte vorliegen, wo die Nutzer sie generiert haben. Es gibt Filterfunktionen Aber die Karte lässt Filterfunktionen zu. So können die verschiedenen Netzbetreiber ausgewählt werden, der Zeitraum lässt sich definieren und die gewählte Netzabdeckung kann vorher eingestellt werden. Nicht abgebildet wird in der Karte die Signalstärke, denn sie ist kein Bestandteil der Netzverfügbarkeitserfassung.

realisiert durch evolver group