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Die Reisegellschaft TUI hält seine Flugkontigente Flughafen Paderborn-Lippstadt stabil. - © Uwe Müller
Die Reisegellschaft TUI hält seine Flugkontigente Flughafen Paderborn-Lippstadt stabil. | © Uwe Müller

Büren TUI stärkt dem Paderborner Flughafen den Rücken

Ab in den Urlaub: Der Touristikkonzern hält seine Flugkapazität und übernimmt viele Hotels von Thomas Cook. Welche Länder den größten Zuwachs haben und welche Reisen sogar günstiger werden.

Uwe Müller
06.11.2019 | Stand 07.11.2019, 05:33 Uhr

Büren. Die Pleite vom Tourismuskonzern Thomas Cook hat bei vielen Urlaubern für Verunsicherung gesorgt. Doch dass die Pauschalreise sicher sei und noch lange kein Auslaufmodell, dessen ist sich Stefan Baumert, Touristik-Geschäftsführer der TUI Deutschland, sicher. Bei der Vorstellung des neuen Sommerflugplans der TUI fly ab Paderborn/Lippstadt unterstrich PR-Leiter Aage Dünhaupt auch wie wichtig TUI die Regionalflughäfen seien – auch der in Paderborn. Die gegenseitige Wertschätzung betonte auch Flughafengeschäftsführer Marc Cezanne, der erst vor zwei Tagen den Wegfall der Flugverbindung nach Frankfurt im kommenden Jahr wegstecken musste. Und damit auch künftig weniger Einnahmen verzeichnen kann. „Die Touristik lebt und entwickelt sich weiter. Die Flieger sind gut gefüllt und es sieht zurzeit gut aus. Es ist schön zu sehen, dass das langjährige Engagement der TUI am Heimathafen so erfolgreich ist und auch im kommenden Jahr mit einem eigenen Programm seine Fortsetzung findet", so Cezanne. Über 100 Hotels mehr im Angebot Auch 2020 können die Urlauber von Paderborn aus wie gewohnt in die Urlaubsregionen fliegen. Es wird 14 wöchentliche Abflüge nach Spanien, Griechenland und Ägypten geben. „Die Flugkapazität bleibt gleich", so Dünhaupt, „aber wir haben nun über 100 Hotels mehr im Angebot." Diese waren vorher bei Thomas Cook. TUI will den Marktanteil von aktuell 30 Prozent noch ausbauen – 500.000 neue Kunden sind das Ziel. Mit zahlreichen neuen Hotelpartnerschaften, insbesondere in Spanien, Griechenland, Ägypten und der Türkei, soll das gelingen. „Immer mehr Reisende ab dem Paderborn-Lippstadt Airport wissen unser Flugangebot zu schätzen. Seit letztem Winter sind wir wieder direkt vor Ort und stellen auch im kommenden Sommer insgesamt mehr als 125.000 Sitzplätze zur Verfügung. Wir freuen uns, Paderborn als feste Größe etablieren zu können", so Stefan Baumert. Mallorca bleibt die Nr.1 in der Region Spanien bleibt der Marktführer. „Den größten Zuwachs haben wir in Griechenland, Zypern, Ägypten und der Türkei mit bis zu 24 Prozent gesehen. Daran haben wir auch unser Angebot für den Sommer 2020 ausgerichtet", ergänzt Baumert. Mehrmals pro Woche hebt der Ferienflieger zu den Kanarischen Inseln (Fuerteventura, Gran Canaria und Teneriffa) sowie nach Mallorca ab. Mit Kreta, Kos und Rhodos stehen zudem drei griechische Destinationen und mit Hurghada das Taucherparadies am Roten Meer zur Auswahl. Und das Gute für die Kunden: Reisen nach Mallorca, die klare Nr. 1 von Paderborn aus, werden zwei Prozent günstiger. Dafür müssen Urlauber für Ferien in der Türkei oder Ägypten demnächst zwei bis drei Prozent mehr bezahlen und für Griechenland bleibe der Preis gleich. TUI cancelt keine Flüge „Die Pauschalreise ist immer noch die bequemste und auch sicherste Reise", sagt Baumert. Und er nennt auch Gründe: TUI sei in einer ganz anderer Verfassung als Thomas Cook es war und habe ein zukunftsorientiertes Geschäftsmodell des integrierten Reisekonzerns im Rücken, das nur noch wenig mit einem traditionellen Reiseveranstalter gemeinsam hat. Der Schwerpunkt liege auf der Vermarktung der eigenen Hotels, Kreuzfahrtschiffe und Urlaubsaktivitäten. Zukünftige Veränderungen am Reisemarkt werde TUI aus einer Position der Stärke mitgestalten können, betonte der Touristik-Geschäftsführer. Und Angst vor gecancelten Flüge müsse auch kein Urlauber haben. „Wir haben immer zwei vollwertige Ersatzmaschinen bereit", versichert Dünhaupt. Auch das Thema Klimaschutz steht bei TUI ganz oben auf der Agenda. „Wir sind als klimaeffizienteste Fluggesellschaft Deutschlands ausgezeichnet worden und liegen weltweit auf Rang vier", sagt Aage Dünhaupt. Zudem versuche TUI vermehrt auf Plastik zu verzichten und biete viele Aktionen an den Urlaubsorten an – wie zum Beispiel Strandreinigungen. „Kein Urlaub machen, kann auch keine Lösung sein. Der Tourismus bringt auch einen gewissen Standard und Wachstum in die Länder", ergänzt Baumert.

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