0
Loten digitale Möglichkeiten aus: Der EK-Vorstand Franz-Josef Hasebrink und Susanne Sorg. - © Sarah Jonek
Loten digitale Möglichkeiten aus: Der EK-Vorstand Franz-Josef Hasebrink und Susanne Sorg. | © Sarah Jonek

Einzelhandel EK Servicegroup will lokalen Handel stärken

Weil stationäre Läden mit sinkenden Umsätzen zu kämpfen haben, müssen digitale Möglichkeiten her. Die EK Servicegroup setzt auch dabei auf das Lokale.

Kristina Grube
20.09.2019 | Stand 19.09.2019, 20:59 Uhr

Bielefeld. Der Umsatz der Einzelhändler in Deutschland sinkt stärker als erwartet. Das teilt die Bielefelder EK Servicegroup - eine der größten Handelskooperationen in Europa - während ihrer Herbstmesse mit. "Aus den stationären Ladenlokalen werden Smart-Stores", sagt Vorstandsvorsitzender Franz-Josef Hasebrink. Sie sollen aus einem schnöden Einkaufsbummel ein Erlebnis machen - über digitale Medien. Neue Marktplätze im Internet Dazu gehört auch der Aufbau von Omni-Channel-Plattformen. Die vereinen Warenwirtschaftssysteme, Kassenlösungen, Onlineshops und die Anbindung an Online-Marktplätze. Marktplätze baut die EK Servicegroup derzeit für diverse Branchen aus: "Spiel und Spaß" für Kinderspielzeug ist Anfang dieses Jahres an den Start gegangen, gefolgt vom "Electroplus-Shop" Anfang September. Ziel sei es, Kunden zu gewinnen, denen der lokale Standort der Geschäfte wichtig sei, "die ein Bewusstsein dafür haben, dass der Umsatz vor Ort auch gut für die eigene Stadt ist", erklärt EK Servicegroup-Sprecher Daniel Kullmann. Ein Geschäft aus Bielefeld zahle schließlich auch seine Steuern in der Leineweberstadt. Die Plattform für lokale Händler setze nicht auf das billigste Angebot, sondern auf Fachberatung und Produktqualität. Kunden auf OWL sind bewusste Konsumenten Die Region OWL sei ein gutes Umfeld für Einzelhändler. "Die Menschen hier sind bewusste Konsumenten", erklärt Kullmann. Denn sie legten großen Wert auf nachhaltige Produkte, lokale Händler und eine hohe Qualität. "Dafür sind sie auch bereit, eine höhere Summe zu bezahlen." Und das sei bei der angebotenen Ware der Handelspartner auch ratsam. "Beim Spielzeug für Kinder zum Beispiel, müssen Mütter sicher sein, dass es eine hohe Qualität besitzt und keine gesundheitsschädlichen Stoffe enthält", sagt Kullmann. Qualität hat ihren Preis Auch im Bereich der "Weißen Ware", sprich Kühlschränke, Waschmaschinen und andere Haushaltsgeräte, sei dies erforderlich. "Wer hier billig kauft, kauft zwei Mal. Eine gute Waschmaschine hält bis zu 15 Jahre, da lohnt sich die Investition", sagt Kullmann. Die EK Servicegroup erzielte im vergangenen Jahr einen Umsatz von 2,4 Milliarden Euro und hielt damit das Vorjahresniveau stabil. 4.000 Händler mit 6.000 Geschäften gehören europaweit zur Gruppe.

realisiert durch evolver group