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Über die riesige Sortieranlage sollen anfangs 80.000 Pakete am Tag laufen. Die Kapazität reicht für 200.000 Pakete pro Tag. - © Andreas Grund
Über die riesige Sortieranlage sollen anfangs 80.000 Pakete am Tag laufen. Die Kapazität reicht für 200.000 Pakete pro Tag. | © Andreas Grund

DPD Paketsortierzentrum in Hamm - Herzstück kommt aus Bielefeld

Budde Fördertechnik erhielt den größten Auftrag seiner Geschichte - und hat für Augsburg eine weitere 25 Millionen Euro teure Bestellung erhalten

Andrea Frühauf
30.08.2019 | Stand 30.08.2019, 18:06 Uhr

Bielefeld/Hamm. Der Paketdienstleister DPD hat in Hamm sein bundesweit größtes Paketsortierzentrum eröffnet. 50 Millionen Euro wurden dafür investiert. Am Ende sollen auf 122.000 Quadratmetern 200.000 Pakete pro Tag umgeschlagen werden – mit 800 Mitarbeitern. Es ersetzt das Sortierzentrum in Unna. Das Herzstück, die 25 Millionen Euro teure Sortieranlage, hat die Budde Fördertechnik GmbH gefertigt und installiert. „Das war der größte Auftrag unserer Firmengeschichte", sagt Geschäftsführer Jürgen Budde. Für die monatelange Vorfertigung dienten Ausweichflächen in Steinhagen. 400 Lkw-Züge transportierten 1.000 Tonnen Stahl Zwei Jahre dauerte es, bis die Anlage gebaut und montiert war. 400 Lkw-Züge transportierten 1.000 Tonnen Stahl, um die Einzelteile vor Ort zusammenzubauen. Die installierte Fördertechnik in Hamm ist mehr als 7,5 Kilometer lang. „Wir liefern die Anlage schlüsselfertig", sagt Budde. Von der Planung, Statik, Produktion, Konstruktion, Elektrotechnik bis zur IT komme alles von dem Bielefelder Unternehmen (insgesamt 450 Mitarbeiter), das zwei weitere Standorte in Delmenhorst (Steuerungstechnik) und Schmalkalden (Produktion von Komponenten) in Thüringen hat. Für Augsburg ist eine genauso große Anlage bestellt Das Paketgeschäft wächst laut Budde gewaltig. In Augsburg errichtet die Budde Fördertechnik GmbH für ebenfalls 25 Millionen Euro eine weitere Anlage in gleicher Größe. Das steigert den Umsatz. 2018 waren es 90 Millionen Euro. „Solche Großaufträge können wir als Familienunternehmen finanziell nicht alleine stemmen", begründet Buddde den Einstieg der Indus Holding AG, die 2013 75 Prozent der Anteile übernahm. „Damals hatten wir 50 Millionen Euro Umsatz." Fünf Postgesellschaften hat der Nischenanbieter und Spezialist für Paketverteilung als Hauptkunden – darunter die DPD-Gruppe von La Poste. Das Auslandsgeschäft erziele gut 60 Prozent des Umsatzes.

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