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Schwenkt man den Blick vom Paulinenweg aus in Richtung Osten, sieht man die 2,5 Hektar Fläche parallel zur A 33, die Storck bereits erworben hat. - © Nicole Donath
Schwenkt man den Blick vom Paulinenweg aus in Richtung Osten, sieht man die 2,5 Hektar Fläche parallel zur A 33, die Storck bereits erworben hat. | © Nicole Donath

Halle Storck expandiert in Halle - das sind die detaillierten Pläne

Die geänderten Pläne rund um die Erweiterung des Süßwarenkonzerns liegen jetzt offen. Detailliert wird erläutert, wie das neue Erschließungskonzept mit einer Anbindung an die L 782 aussehen soll.

Nicole Donath
14.08.2019 | Stand 15.08.2019, 17:52 Uhr

Halle. Die August Storck KG produziert schon seit über 100 Jahren Süßigkeiten und mit ihren bekannten Marken wie merci, Toffifee, nimm2 oder Knoppers zählt das inhabergeführte Familienunternehmen mittlerweile zu den zehn größten Süßwarenherstellern weltweit.

Die Strategie des Konzerns ist es dabei, langfristig zu planen und die Produktion an wenigen Standorten zu konzentrieren – unter anderem in Halle. Im vergangenen Jahr wurden die Erweiterungspläne für ein Gebiet von rund 15,5 Hektar mit vier Hallen und einem Verwaltungsgebäude offengelegt. Seit Montag sind nun auch die überarbeiteten Pläne für die Öffentlichkeit zugänglich: Konkret geht es um eine Fläche von weiteren 2,5 Hektar, um das Fabrikgelände mit einer eigenen Werkszufahrt auszustatten, die von der L 782 abzweigt. Die entsprechende Fläche hat Storck bereits erworben.

Hohes Aufkommen an Lkw, Pkw und Fußgängern

„Bisher erfolgt die Anbindung des Standorts alleine über den Paulinenweg und die Weststraße im Norden", heißt es in der 358-seitigen Erläuterung, die auf der Seite der Bezirksregierung nachzulesen ist.

Aber im Bereich des Bahnüberganges führe das schon jetzt zeitweise zu einem hohen Aufkommen an Lkw, Pkw sowie Fußgängern und Radfahrern mit den entsprechenden Einschränkungen. Weil einhergehend mit den Expansionsplänen sowohl die Produktionsmengen als auch die damit verbundene Infrastruktur noch einmal andere Dimensionen erreichen würden, hätte man Entlastungsszenarien geprüft und sei auf die Idee einer Werkszufahrt im Osten gekommen.

Das ist der konkrete Plan

Und das ist der konkrete Plan: Der Lkw-Verkehr soll zu einem erheblichen Teil über eine neue Zu- und Abfahrt über die L 782 abgewickelt werden. Zu diesem Zweck sei bereits im Bereich der Abfahrt eine Pforte angedacht. Außerdem könnten dort kontrollierte Warteplätze für Lastwagen mit Sozial- und Waschräumen angeordnet werden. Weiter heißt es, dass über diese Anbindung auch die wenigen Wohnhäuser im Außenbereich südlich der Autobahn 33, die bislang über den Paulinenweg erreichbar sind, erschlossen werden könnten.

Dasselbe gelte für den forst- und landwirtschaftlichen Verkehr. Im Gegenzug würde der Ausbau des Steinhausener Weges entfallen. Eine Anbindung des Kfz-Verkehrs der Arrode an die neue Werkszufahrt sei wiederum nicht vorgesehen. Der Grund: Zusätzliche Belastungen durch „Schleichverkehre" aus dem südwestlichen Stadtgebiet sollen vermieden werden. Anders Fußgänger und Radfahrer: Die wiederum erhalten hier sehr wohl weiterhin die Möglichkeit, in Richtung Tatenhauser Wald zu gelangen.

"Deutliche Entzerrung des Verkehrsaufkommens"

Die bestehende Werkszufahrt mit dem Bahnübergang am Paulinenweg sei in Zukunft damit vorrangig Pkw-Verkehren von Mitarbeitern, Besuchern oder Dienstleistern vorbehalten. Außerdem sei hier die Anbindung an den ÖPNV und die nördlich der Bahn liegenden Parkplätze vorgesehen. „Im Ergebnis werden mit diesem Konzept (...) eine deutliche Entzerrung des Verkehrsaufkommens im Bereich Margarethe-Windthorst-Straße, eine Erhöhung der Verkehrssicherheit und eine langfristig leistungsfähige Erschließung des Gesamtstandortes möglich", resümiert Storck.

Und weist zugleich darauf hin, dass der Landesbetrieb Straßen NRW eine grundsätzliche Umsetzbarkeit bereits bestätigt habe. Auch die Stadtverwaltung Halle habe signalisiert, dass man sich – immer vorbehaltlich der Zustimmung der Politik – die entsprechende Planung vorstellen könne.

Die Erweiterungspläne liegen noch bis Freitag, 13. September offen – unter anderem bei der Kreisverwaltung in Gütersloh und Rheda-Wiedenbrück. Stellungnahmen können auch online abgegeben werden. Im Anschluss an die Offenlegung werden die eingegangenen Anregungen, Hinweise oder Bedenken im Zuge der Regionalplanänderung geprüft.

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