0
Die Sparkasse Nürnberg kündigt 21.000 Kunden ihren Prämiensparvertrag. In Paderborn besitzen 35.400 Kunden diesen Sparvertrag. - © picture alliance
Die Sparkasse Nürnberg kündigt 21.000 Kunden ihren Prämiensparvertrag. In Paderborn besitzen 35.400 Kunden diesen Sparvertrag. | © picture alliance

Paderborn Erstmal keine Kündigungen von Prämiensparverträgen in Paderborn

Die erste Sparkasse kündigt 21.000 Kunden die Verträge.

Kristina Grube
31.07.2019 | Stand 30.07.2019, 18:10 Uhr

Paderborn. Prämiensparverträge waren in den 1990er und frühen 2000er Jahren bei den Kunden der Sparkasse ein besonders beliebtes Produkt. Es lockte nämlich neben einem Grund- oder Basiszins mit einer festgelegten Prämie, die umso höher ausfällt, je länger der Vertrag läuft. Bis heute profitieren davon etliche Sparkassenkunden, doch damit könnte bald Schluss sein. 35.400 Prämiensparverträge in Paderborn Für 21.000 Kunden der Sparkasse Nürnberg ist es bereits so weit. Ihre Prämiensparverträge aus den Jahren 1993 bis 2005 wurden gekündigt. Doch müssen betroffene Paderborner Sparkassenkunden nun auch Angst um ihren Sparvertrag haben? Nein, sagt Elmo Spieß von der Sparkasse Paderborn-Detmold. „Wir haben bisher keine Prämiensparverträge von Kunden gekündigt und planen das aktuell auch nicht", erklärt der Abteilungsleiter der Unternehmenskommunikation. Aktuell führe die Sparkasse circa 35.400 Prämiensparverträge. Zu Zeiten einer anhaltenden Niedrigzinsphase dürfte das eine große Herausforderung für eine Bank sein. Dieses Argument bemüht auch die Sparkasse Nürnberg als Kündigungsgrund. Sie erzielten so schlichtweg nicht genug Rendite, um die versprochenen Zinsen zahlen zu können. Das kommt bei den Kunden gar nicht gut an. Rein rechtlich sind diese Kündigungen aber erlaubt, wenn die höchste Prämienstufe erreicht ist. Das hat der Bundesgerichtshof am 14. Mai 2019 entschieden. VerbundVolksbank OWL hält Verträge ein Doch auch bei der VerbundVolksbank OWL werden ähnliche Angebote nicht gekündigt. „Unsere Kunden können bei uns einen Prämiensparvertrag unter dem Namen „Ratensparen Plus" abschließen. Die Prämiensparverträge unserer Kunden sind nicht in Gefahr. Wir halten die Verträge, die wir mit unseren Kunden vereinbart haben, ein", erklärte die Leiterin der Unternehmenskommunikation Sylvia Hackel der NW bereits am Montag. Den Schritt, den die Sparkasse Nürnberg geht, wolle sie nicht bewerten. „Das muss jede Bank für sich entscheiden."

realisiert durch evolver group