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Udo Kolbe, Ausbildungsmeister der Uniper Kraftwerke, steht beim 
Wartungsarbeiten an einem Kugelschieber im Pumpspeicherwerk Waldeck II. - © picture alliance
Udo Kolbe, Ausbildungsmeister der Uniper Kraftwerke, steht beim
Wartungsarbeiten an einem Kugelschieber im Pumpspeicherwerk Waldeck II. | © picture alliance

Münster Kommunalverband LWL verkauft ein Viertel seiner RWE-Aktien

11.07.2019 | Stand 11.07.2019, 21:33 Uhr

Münster (lnw). Der kommunale Landschaftsverband Westfalen-Lippe trennt sich von einem Teil seiner RWE-Aktien. Allerdings soll der LWL deutlich weniger seiner Anteile an dem Essener Energieunternehmen abstoßen als von Direktor Matthias Löb vorgeschlagen. Löb wollte sich von rund 75 Prozent der Aktien trennen. Nach dem Willen der Großen Koalition aus CDU und SPD soll der LWL dagegen nur ein Viertel der Anteile verkaufen und mit dem Erlös kulturpolitische Projekte fördern. Das beschloss mit den Stimmen von CDU und SPD am Donnerstag der Finanz- und Wirtschaftsausschuss des LWL, teilte LWL-Sprecher Frank Tafertshofer mit. Kritik aus der Politik Um das Kapitalanlagerisiko zu minimieren, hatte LWL-Direktor Löb den Verkauf des Großteils der 6,6 Millionen RWE-Aktien im Wert von insgesamt fast 130 Millionen Euro vorgeschlagen. Das war vor allem beim Dortmunder Oberbürgermeister Ullrich Sirau (SPD) auf scharfe Kritik gestoßen. Abschließend muss am Freitag das Westfalen-Parlament über den Verkauf entscheiden. Nach der Entscheidung von Donnerstag gilt dies aber als sicher. „Klimapolitisch wie finanziell verantwortungslos" nennt Werner Loke, finanzpolitischer Sprecher der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen die Entscheidung im LWL-Finanzausschuss, sich nur von einem Viertel der 6,6 Mio RWE-Aktien im Wert von etwa 154 Millionen Euro zu trennen. Die Grünen-Fraktion im Landschaftsverband Westfalen-Lippe forderte im Finanzausschuss, sich von 100 Prozent der RWE-Aktien zu trennen. CDU und SPD votierten für einen Verkauf von lediglich 25 Prozent. „RWE ist nicht nur einer der größten CO2-Verursacher in Europa, sondern hemmt den Ausbau klimafreundlicher Energien auch in den Kommunen und Kreisen vor Ort", sagt Fraktionssprecherin Martina Müller.

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