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Das neue Führungstrio der Handwerkskammer: (von links) Ralf Noltemeyer, Peter Eul und Heiner Dresrüsse. - © Wolfgang Rudolf
Das neue Führungstrio der Handwerkskammer: (von links) Ralf Noltemeyer, Peter Eul und Heiner Dresrüsse. | © Wolfgang Rudolf

Führungswechsel Peter Eul zum neuen Handwerkspräsidenten in OWL gewählt

Der Friseurmeister aus Herford will sich jetzt um die Nachwuchssicherung, den Bürokratieabbau und die Digitalisierung kümmern.

Nadine Uphoff
27.06.2019 | Stand 27.06.2019, 06:23 Uhr

Bielefeld. Mit großer Mehrheit ist Peter Eul von der Vollversammlung der Handwerkskammer Ostwestfalen-Lippe in Bielefeld zum Präsidenten gewählt worden. Er tritt damit die Nachfolge von Lena Strothmann an, die nach 21 Jahren im Amt zur Ehrenpräsidentin ernannt wurde. Zum Vizepräsidenten der Arbeitgeberseite wurde Schmiedemeister Heiner Dresrüsse aus Bielefeld gewählt. Auf der Arbeitnehmerseite bleibt Schlosser Ralf Noltemeyer aus Hüllhorst im Amt des Vizepräsidenten. Zum Präsidium gehören neun weitere Mitglieder – davon zwei Frauen. Eul möchte fünf Schwerpunkte setzen Peter Eul ist Friseurmeister aus Herford. Der 55-Jährige gehört der Vollversammlung seit 2009 an und ist seit 2014 Vizepräsident. 46 von 53 Versammlungsmitgliedern stimmten für ihn. Davon zeigte er sich überwältigt: „Danke aus tiefstem Herzen." Neue Aufgaben seien für ihn das Salz in der Suppe. Mit Hummeln im Hintern, Kribbeln im Kopf und einem Pochen im Herzen für das Handwerk wolle er sich jetzt als Präsident um fünf Schwerpunkte kümmern: Die Nachwuchssicherung, die Sicherung der Unternehmensnachfolge, den Bürokratieabbau, ein weltoffenes Handwerk und Ehrenamt sowie die Digitalisierung. „Dabei muss die Handwerkskammer ein nahbarer Dienstleister für ihre Mitgliedsbetriebe sein", unterstrich Eul. Mit dem Satz „Gott schütze das ehrbare Handwerke" schloss er seine Rede. Beifall und stehende Ovationen für Lena Strothmann Lena Strothmann schlotterten nach eigenem Bekunden die Knie, nachdem sie stehende Ovationen und Beifall für ihre Leistung von den Mitgliedern der Vollversammlung erhalten hatte. „Ich bin stolz auf die Anerkennung, die ihr mit entgegen bringt", sagte sie. Die Schneidermeisterin verabschiedete sich mit den Worten: „Ich bin dann mal weg. Ich gehe jetzt Tapeten kleben." Im Anschluss an die Vollversammlung gab es noch eine Abschiedsfeier für sie.

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