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Der Bauboom hält an: Hier entsteht ein Neubaugebiet in Freiburg. - © picture alliance/dpa
Der Bauboom hält an: Hier entsteht ein Neubaugebiet in Freiburg. | © picture alliance/dpa

Arbeitsmarkt Aufschwung am Arbeitsmarkt: Rekordbeschäftigung trotz Konjunktursorgen

In OWL sinkt die Arbeitslosenquote auf 5,1 Prozent. NRW-Ministerpräsident Laschet (CDU) spricht bei der Maikundgebung in Bielefeld

Martin Krause
01.05.2019 | Stand 01.05.2019, 12:02 Uhr

Bielefeld. Der Arbeitsmarkt schnurrt weiter: Im April sank die Zahl der Arbeitslosen auf 2,23 Millionen – und damit auf den tiefsten April-Wert seit der deutschen Wiedervereinigung. „Kurz vor dem Tag der Arbeit präsentiert sich der Arbeitsmarkt erneut in sehr guter Verfassung", erklärte Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD). Grundsätzlich ist der Frühjahrsaufschwung wegen des saisonal bedingten steigenden Arbeitskräftebedarfs in Baugewerbe, Landschaftsbau oder Gärtnereien nicht überraschend – wegen der befürchteten konjunkturellen Eintrübung wird die Entwicklung in diesem Jahr aber besonders skeptisch beobachtet. Vor einem Jahr war die Arbeitslosenzahl höher Vor einem Jahr war die Zahl der Arbeitslosen bundesweit noch um 155.000 höher. Bundesweit sank die Arbeitslosenquote nun auf 4,9 Prozent. Und auch die Region OWL profitierte von dem anhaltend guten Trend: Hier sank die Zahl der Menschen ohne Arbeit im Vorjahresvergleich um 2.645 auf nun noch 57.309 Personen, die Quote fiel auf 5,1 Prozent. Reservoir an ausgebildeten Arbeitskräften ausgeschöpft „Und wir erwarten weiterhin eine positive Entwicklung", sagte Janine Billerbeck von der Agentur für Arbeit in Herford. Allerdings werde sich der Rückgang der Arbeitslosigkeit abschwächen, nicht zuletzt, weil das Reservoir an ausgebildeten Arbeitskräften ausgeschöpft sei. Zwei Drittel der in OWL angebotenen fast 21.000 offenen Stellen seien für Fachkräfte, aber die Hälfte der Arbeitslosen habe keine Berufsausbildung. Die Zahl der Erwerbstätigen stieg bundesweit um 491.000 auf 44,94 Millionen, auch dies ist ein Spitzenwert. Vor der zentralen Maikundgebung der Gewerkschaften heute in Bielefeld hat NRW-Ministerpräsident Armin Laschet den Tag der Arbeit gewürdigt. Der 1. Mai habe „immer noch eine große Bedeutung", sagte der CDU-Politiker. Sorge äußerte er angesichts der sinkenden Tarifbindung. „Wenn immer weniger Arbeitnehmer gewerkschaftlich organisiert sind, werden Tarifverhandlungen auch für Arbeitgeber schwieriger."

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