Passagiere verlassen am Flughafen Valencia eine Maschine der spanischen Regionalfluglinie Iberia regional / Air Nostrum. - © picture alliance / dpa
Passagiere verlassen am Flughafen Valencia eine Maschine der spanischen Regionalfluglinie Iberia regional / Air Nostrum. | © picture alliance / dpa

Streik Spanien-Chaos: Airline und Bahn wollen in den Osterferien streiken

Wer in den Osterwochen nach Spanien will, muss sich auf Schwierigkeiten einstellen. Sowohl eine Regionalfluggesellschaft als auch die spanische Bahn kündigen Streiks an

Madrid (dpa/nw). Kurz vor Ostern drohen Reisenden in Spanien Flugausfälle und Wartezeiten am Flughafen Madrid Barajas. Nachdem das Sicherheitspersonal des Airports der spanischen Hauptstadt bereits am Freitag in einen unbefristeten Streik getreten waren, legten am Montag auch die Mitarbeiter der Regionalfluggesellschaft Air Nostrum landesweit die Arbeit nieder. Zu dem Ausstand bei der Iberia-Tochter hatte die Pilotengewerkschaft Sepla aufgerufen. Zunächst soll drei Tage lang gestreikt werden. Bis zum Mittwoch würden voraussichtlich 148 Flüge gestrichen, betroffen seien 10.000 Passagiere, teilte die Airline mit. Die Airline fliegt unter anderem auch deutsche Ziele wie Frankfurt am Main an und verbindet Mallorca mit vielen spanischen Städten. Die Flüge nach Mallorca und auf die anderen Baleareninseln sowie auf die Kanarischen Inseln und nach Melilla sollen aber stattfinden, heißt es von Seiten der Fluggesellschaft. Ein weiterer Ausstand ist in der Woche nach Ostern, zwischen dem 22. und 24. April geplant. Lange Wartezeiten an Gepäckkontrollen Wegen des Streiks des Sicherheitspersonals in Madrid Barajas war es spanischen Medienberichten zufolge am Wochenende zu teils langen Wartenzeiten an den Gepäckkontrollen gekommen. Zuvor waren Verhandlungen mit dem Flughafenbetreiber Aena gescheitert. Das Personal will mit dem Ausstand unter anderem bessere Arbeits- und Vertragsbedingungen erreichen. An den Ostertagen könnte es in ganz Spanien zu einem Verkehrschaos kommen, nachdem das Flughafen-Bodenpersonal und die Lokführer der Bahngesellschaft Renfe ebenfalls zu Arbeitsniederlegungen aufgerufen haben. Die spanische Regierung hatte zuletzt mitgeteilt, sie wolle versuchen, in allen Arbeitskonflikten zu vermitteln. Anrecht auf Entschädigung Laut Airhelp, einem Unternehmen, das sich für eine "Service-Gebühr" um die Durchsetzung von Entschädigungsansprüchen kümmert, haben viele Fluggäste Anspruch auf Entschädigungszahlungen. Die Höhe berechnet sich aus der Länge der Flugstrecke. Der rechtmäßige Entschädigungsanspruch ist abhängig von der tatsächlichen Verspätungsdauer am Ankunftsort sowie dem Grund für den ausgefallenen oder verspäteten Flug. Betroffene Passagiere können ihren Entschädigungsanspruch rückwirkend durchsetzen, bis zu drei Jahre nach ihrem Flugtermin. Allerdings haben nur Fluggäste, die vom Streik der Airline betroffen sind, Anrecht auf Entschädigung. Der Streik des Bodenpersonals gilt als außergewöhnliche Umstände, die die Fluglinien von ihrer Pflicht befreien, Entschädigungen bei Flugproblemen auszahlen zu müssen.

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