Die Verwaltung der Logistik im Gewerbegebiet Mönkeloh wird zum Jahresende geschlossen. - © Marc Köppelmann
Die Verwaltung der Logistik im Gewerbegebiet Mönkeloh wird zum Jahresende geschlossen. | © Marc Köppelmann

Paderborn Verwaltung der Finke-Logistik wird aufgelöst

90 Büro-Jobs fallen weg. Fahrer und Monteure dagegen sind weiterhin gefragt.

Paderborn. Nächster Rückschlag für die Finke-Gruppe in Paderborn: Die Verwaltung der Logistik im Gewerbegebiet Mönkeloh wird zum großen Teil aufgelöst. 90 Arbeitsplätze fallen dadurch weg. Hintergrund ist die Übernahme der Finke-Gruppe durch die Krieger-Gruppe (Möbel-Höffner). Das bestätigte Finke-Geschäftsführer Franz-Josef Golüke gegenüber nw.de. Zuerst hatte Radio Hochstift über die Schließung berichtet. Die betroffenen Mitarbeiter verlieren ihre Arbeitsplätze zum Jahresende 2019. Bis dahin erhalten sie noch eine Beschäftigungsgarantie. Nach Informationen von nw.de gibt es auch in der Logistik-Verwaltung eine sogenannte Bleibe-Prämie für die Mitarbeiter, die ihre auslaufenden Verträge bis zum Schluss erfüllen. Dafür müssen sie aber einen bestimmten Vertrag unterzeichnen, was nicht alle Beschäftigten getan haben. Künftige Verwaltung sitzt vor den Toren von Leipzig Die Logistik-Verwaltung wird ab 2020 von Berlin und Leipzig aus gesteuert. In Berlin-Schönefeld hat die Krieger-Gruppe ihre Hauptverwaltung. In Günthersdorf (Saalekreis) vor den Toren von Leipzig hatte Inhaber Kurt Krieger 1991 sein erstes Möbelhaus in den neuen Bundesländern eröffnet. Inzwischen gibt es dort auch ein hochmodernes Hochregallager mit 150.000 Artikeln. In dieses Höffner-Zentrallager hat Krieger rund 100 Millionen Euro investiert. Neben dem zentralen Kundendienst der Höffner-Gruppe sitzt in Günthersdorf auch die Logistikplanung. Zugleich scheint sich aber abzuzeichnen, dass die Logistik am Standort Paderborn erhalten bleibt. Offenbar suchen die neue Eigentümer weiterhin zusätzliche Fahrer. Auch die Auslieferungsmonteure behalten laut Golüke ihre Arbeitsplätze. Ähnliches gilt wohl im Lager. Diskussionen gibt es um die neuen Konditionen, die Krieger den verbleibenden Mitarbeitern für künftige Verträge angeboten hat. Bei einer Betriebsübernahme gilt zunächst für ein Jahr ein Bestandsschutz. Danach sollen die Logistik-Mitarbeiter zu deutlich schlechteren Konditionen arbeiten, wie zu hören ist. Ein Mitarbeiter sprach davon, dass sein jetziger Nettolohn künftig in etwa dem Bruttolohn entsprechen würde, wenn er den neuen Vertrag unterschreibt. Dies sorge bei vielen Kollegen für Unmut und Abwanderungsgedanken.Gibt es einen Sozialplan? Die Krieger-Gruppe hatte im Herbst angekündigt, die Logistik nicht zu schließen, sondern weiter zu nutzen. Und das, obwohl das Finke-Möbelhaus in Paderborn Ende März geschlossen und später abgerissen wird. Auch die Verwaltung des Möbelhauses wird geschlossen - ebenfalls zum Jahresende 2019. Für Möbelhaus und Verwaltung gibt es einen Sozialplan und eine Transfergesellschaft. Ob diese Maßnahmen auch für die Logistik-Verwaltung geplant sind, bestätigte das Unternehmen noch nicht. Laut einem Sprecher der Krieger-Gruppe gilt das Gleiche auch für die Logistik-Verwaltung.

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