Gute Nachrichten: Im Bundeshaushalt kriegt die Games-Förderung im kommenden Jahr 50 Millionen Euro. - © picture alliance
Gute Nachrichten: Im Bundeshaushalt kriegt die Games-Förderung im kommenden Jahr 50 Millionen Euro. | © picture alliance

Computerspiele Games-Förderung erhält 50 Millionen im Bundeshaushalt

Deutschland soll im internationalen Vergleich konkurrenzfähig werden

Angelina Kuhlmann

Bielefeld. Einen "historischen Schritt" nennt der Verband der deutschen Games-Branche "game" die Entscheidung des Haushaltsausschusses des Bundestages: Der Bundeshaushalt für 2019 enthält Mittel in Höhe von 50 Millionen Euro für die Einführung eines Deutschen Games-Fonds. Mit ihm soll in Zukunft die Computerspieleentwicklung auf Bundesebene gefördert werden.Die Koalition löst ein Versprechen ein Jens Zimmermann, Digitalpolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, bestätigte die Entscheidung über Twitter. Die Förderung der Gamesentwicklung durch den Bund bezeichnet er als "wichtigen Schritt". Ein historischer Meilenstein für die #Games Förderung in Deutschland. Der #Haushaltsausschuss macht 50 Mio Euro für diesen wichtigen Schritt für den Entwicklerstandort Deutschland frei. Danke an @kahrs und @larsklingbeil für die viele Arbeit hinter den Kulissen! @game_verband — Jens Zimmermann (@JensZimmermann1) 8. November 2018 Damit lösen die Regierungsparteien ein Versprechen aus dem Koalitionsvertrag ein. "Wir wollen seitens des Bundes eine Förderung von Games zur Entwicklung hochwertiger digitaler Spiele einführen, um den Entwicklerstandort Deutschland zu stärken", heißt es dort. Der Fonds wird beim Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur angesiedelt, das bereits in der letzten Legislaturperiode für den Deutschen Computerspielpreis zuständig war. Deutschland ist kaum konkurrenzfähig „Die Berücksichtigung der Games-Förderung im Bundeshaushalt 2019 ist ein historischer Schritt für den Games-Standort Deutschland", sagt game-Geschäftsführer Felix Falk. Erstmals überhaupt werde die Entwicklung von Spielen auf Bundesebene in Deutschland gefördert. Jetzt fehlten nur noch wenige Schritte bis zur Ziellinie. „Aktuell sind die Rahmenbedingungen für die Spiele-Entwicklung in Deutschland international kaum konkurrenzfähig." Er wünscht sich eine schnellstmögliche Umsetzung des Förderprogrammes. "Game "setzt sich schon seit vielen Jahren für die Einführung einer Games-Förderung auf Bundesebene ein und hat in diesem Zusammenhang das Modell des „Deutschen Games-Fonds" entwickelt. Absatzmarkt gar nicht so schwach Andere Stimmen, wie die Studie Von Oliver Castendyk und Jörg Müller-Lietzkow, zeigen aber auch, dass es um die Deutsche Computer- und Videospielindustrie gar nicht so schlecht bestellt ist. Finanziell könne diese "als sechstgrößter Absatzmarkt weltweit als sehr lukrativ eingeschätzt werden", schreiben die Forscher.

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