Einwegplastikgeschirr, -becher und -besteck sollen bis 2020 aus dem Sortiment der Märkte der Rewe-Group verschwinden. - © picture alliance / WILDLIFE
Einwegplastikgeschirr, -becher und -besteck sollen bis 2020 aus dem Sortiment der Märkte der Rewe-Group verschwinden. | © picture alliance / WILDLIFE

Köln Ab 2020 kein Plastikgeschirr mehr bei der Rewe-Group

Marc Schröder

Köln. In den Märkten der Rewe-Group, also Rewe, Penny und Toom, soll ab 2020 kein Besteck oder Geschirr aus Einwegplastik mehr verkauft werden. So kündigt es der Unternehmenschef Lionel Souque an. Nachdem bereits Plastik-Trinkhalme bis 2019 aus dem Sortiment genommen werden, sollen in den insgesamt 6.000 Märkten der Gruppe 2020 auch keine Teller, Besteck oder Becher aus Einwegplastik mehr verkauft werden. Souque verweist auch auf die Gespräche mit seiner Familie, in denen er immer wieder aufgefordert werde, etwas gegen Verpackungsmüll zu unternehmen. Allerdings eilt sein Unternehmen so auch einem geplanten Verbot von Einwegartikeln aus Plastik durch die EU voraus. Dabei ist Rewe jedoch nicht der erste Händler, der solche Pläne in die Wege leitet. So hatte bereits Lidl angekündigt Plastikartikel und -müll reduzieren zu wollen. Nachhaltigkeit und Müllreduzierung seien derzeit die großen Themen bei den Einzelhandelskonzernen, bestätigt ein Rewe-Sprecher auf Nachfrage. So ziele Rewe darauf ab bis 2030 alle Eigenmarken nur noch in umweltfreundlichen Verpackungen anbieten zu können. Auch mit den Marken-Lieferanten sei man ständig im Austausch, um Alternativen zur Plastikverpackung in den Markt bringen zu können. Verpackungsalternativen für sensible Produkte sind gefragt Bei den Wegwerfartikeln setzt der Markt inzwischen auf Produkte aus natürlichen Rohstoffen. Zum Teil könne auch bei Gemüse bereits auf gänzlich Verpackungen verzichtet werden. So setze man etwa bei Avocados oder Süßkartoffeln auf Lasertechnik, um etwa Kassen-Barcodes und weitere Informationen auf die natürlichen Schalen zu brennen. Problematischer sei es, wenn es um die Verpackung sensibler Obst- und Gemüsesorten gehe. Besonders druckempfindliches Obst, wie Himbeeren, müsse stoß- und drucksicher verpackt sein, um zu schnellem Verderben vorzubeugen. Doch auch in diesem Bereich sei man dabei zu testen, welche alternativen Verpackungen sich als praktikabel erweisen. Zumindest sei man aber immer bemüht Verpackungen zu reduzieren und sei es nur durch dünneres Material. Ebenfalls versuche man nur recycelte Plastikverpackungen einzusetzen. Für weitere neue Verfahren stünde Rewe auch mit Startups in Kontakt, die unterschiedlichste Verpackungen entwickeln. Bei denen gelte es jedoch herauszufinden, welche Verfahren auch für den Massenmarkt produzierbar sind.

realisiert durch evolver group