Schwere Zeiten: Bei der Telekom-Tochter T-Systems beginnt ein massiver Stellenabbau. - © picture alliance / dpa
Schwere Zeiten: Bei der Telekom-Tochter T-Systems beginnt ein massiver Stellenabbau. | © picture alliance / dpa

Wirtschaft Stellenabbau bei Telekom-Tochter T-Systems beginnt

Ob die Niederlassung in Bielefeld betroffen ist, ist noch nicht klar

Marc Schröder

Bonn/Bielefeld. Die Telekom-Großkundentochter T-Systems kann mit dem geplanten Abbau von Tausenden Jobs starten. Mit dem Betriebsrat hat Spartenchef Adel Al-Saleh eine Einigung über den Wegfall von etwa 5.600 Stellen in Deutschland gefunden, wie ein Unternehmenssprecher am Montag bestätigte. „Wir haben uns geeinigt, dass bis Ende 2020 insgesamt 3.765 Stellen abgebaut werden", sagte Gesamtbetriebsratschef Thomas Schneegans dem „Handelsblatt" am Montag. Gehe es dem seit Jahren schwächelnden IT-Anbieter dann nicht besser, können im Jahr 2021 weitere 1.200 Stellen gestrichen werden. Zudem hätten im ersten Halbjahr mehrere Hundert Mitarbeiter die Firma verlassen. Standortplanungen ab 2019 Nach Angaben von Personal-Geschäftsführer Georg Pepping will T-Systems betriebsbedingte Kündigungen „nach Möglichkeit vermeiden". Dafür stünden Instrumente wie Altersteilzeit, Vorruhestand und Abfindungen zur Verfügung, schrieb er in einem Firmen-Blog. Mitarbeiter ohne neue Stelle bei T-Systems sollten in neue Beschäftigung innerhalb und außerhalb der Deutschen Telekom vermittelt werden. Inwiefern Beschäftigte in Ostwestfalen von den Stellenstreichungen betroffen sein werden, konnte das Unternehmen auf Nachfrage der NW noch nicht sagen. T-Systems unterhält in der Region eine Niederlassung in Bielefeld. Die Einigung mit der Gewerkschaft sei einer der ersten Schritte bei der Neuausrichtung von T-Systems, so ein Unternehmenssprecher. Entscheidungen zur Standortstruktur würden erst ab 2019 gefällt werden. Al-Saleh war von Telekom-Chef Tim Höttges geholt worden, um die chronisch renditeschwache Geschäftskunden-Sparte wieder auf Trab zu bringen. Im Juni hatte der US-Amerikaner angekündigt, weltweit rund 10 000 Stellen streichen zu wollen, davon allein in Deutschland 6000. So sollen die jährlichen Kosten um 600 Millionen Euro sinken. T-Systems kämpft wie einige Rivalen auch mit Überkapazitäten und hat Mühe, im harten Wettbewerb am Markt auskömmliche Preise zu erzielen. T-Systems hat weltweit derzeit rund 37 000 Mitarbeiter. Mit Informationen der dpa erstellt.

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