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Vorstandstrio: Rainer Zumholte (v. l.), Wilhelm Beckers und Christopher Stenzel. - © andreas frücht
Vorstandstrio: Rainer Zumholte (v. l.), Wilhelm Beckers und Christopher Stenzel. | © andreas frücht

Rheda-Wiedenbrück Neue Ära für Westag & Getalit

Hauptversammlung: Nach der Übernahme durch die niederländische Broadview Holding bleiben viele Fragen offen. Es hagelte Kritik

Martin Krause
31.08.2018 | Stand 11.09.2018, 11:12 Uhr
Rheda-Wiedenbrück. Bei dem börsennotierten Holzwerkstoffhersteller Westag & Getalit endet eine Ära. Weil die Gethalia Foundation, die viele Jahre die Aktien der Eigentümerfamilie bündelte, ihre Stimmrechtsmehrheit an die niederländische Broadview Holding verkauft hat, bestimmen seit wenigen Tagen neue Mehrheitsgesellschafter den Kurs in Rheda-Wiedenbrück. Welche Richtung sie einschlagen werden, blieb bei der Hauptversammlung offen – denn Broadview schickte als Vertreter mit Bernd Wirbel nur einen Rechtsanwalt der renommierten Düsseldorfer Kanzlei Hengeler Mueller.

Manche Frage der Aktionäre blieb unbeantwortet, nicht zuletzt, weil auch der langjährige Vorstandschef und Aufsichtsrat Pedro Holzinger fehlte. Er sei kurzfristig erkrankt, sagte Aufsichtsratschef Klaus Pampel. Dem Vernehmen nach musste der 78-jährige Holzinger ins Krankenhaus. Fragen, wie sie der Aktionärsschützer Thomas Hechtfischer (DSW) aufwarf – etwa, wie die Übernahme eingefädelt wurde – hätten aber wohl nur durch Holzinger geklärt werden können. „Wir waren überrascht, dass die Familie sich zurückzieht", staunte Hechtfischer


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