Chef und Aktionär: Ralf Weber behält die Beteiligung. - © Foto: Getty
Chef und Aktionär: Ralf Weber behält die Beteiligung. | © Foto: Getty

Halle Ralf Weber schichtet Aktienpaket um

Gerry Weber AG: Konzern meldet Wertpapierverkauf für 3,7 Millionen Euro

Martin Krause

Halle. Ralf Weber, der Vorstandschef des Modekonzerns Gerry Weber AG, hat mit einem Aktiengeschäft für Aufmerksamkeit gesorgt. Durch den Verkauf von Gerry-Weber-Aktien zum Stückpreis von 5,33 Euro habe der Sohn des Firmengründers 3,718 Millionen Euro erlöst, meldete der Modekonzern in einer Pflichtmitteilung. In einschlägigen Internetforen wie aktiencheck.de schossen Spekulationen ins Kraut. "Das macht er sicherlich nicht, wenn er steigende Kurse erwarten würde", kommentierte ein User. Dabei spielen die seit Monaten anhaltenden Kursverluste des Wertpapiers eine Rolle. Tatsächlich dürften bei dem meldepflichtigen Deal mehr als 697.500 Aktien bewegt worden sein - ein Paket mit rund 1,5 Prozent der Anteile. Konzernsprecherin Cornelia Brüning-Harbrecht stellte aber klar, dass es sich nur um eine Portfolioumschichtung gehandelt habe: Ralf Weber habe die Aktien aus seinem privaten Depot an die eigene RW Vermögensverwaltungsgesellschaft verkauft. "Ralf Weber bleibt der Eigentümer", so die Sprecherin. Die Frage, ob die Aktion - wie von Internetusern spekuliert - aus steuerlichen Gründen erfolgte, beantwortete sie nicht. Größte Aktionäre sind nach Konzernangaben Gerhard Weber (29,6 Prozent), Mitgründer Udo Hardieck (17,5 Prozent), die Fondsgesellschaft Axxion (8,6 Prozent) sowie Ralf Weber (3,9 Prozent).

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