Neues Erkennungszeichen: Die Seidensticker-Rose. - © Seidensticker
Neues Erkennungszeichen: Die Seidensticker-Rose. | © Seidensticker

Bielefeld Die Rose wird zentrales Markenzeichen bei Seidensticker

Das Bielefelder Modeunternehmen will die hohe Bekanntheit seines Namens besser ausnutzen / 2017 startet eine Imagekampagne

Martin Krause

Bielefeld. Die Bielefelder Seidensticker-Gruppe will die Marke Seidensticker stärker in den Vordergrund rücken. Sublabels wie „Uno Super Slim“ und „Splendesto“ oder auch „Schwarze Rose“ werden abgeschafft, erklärte Frank Seidensticker. Die Rose allerdings bleibt – sie wird zur Seidensticker-Rose aufgewertet und soll als Markenzeichen den Wiedererkennungswert der Marke erhöhen. Alle Seidensticker-Hemden werden das traditionsreiche Symbol am Ärmel zeigen oder bei besonderen Editionen gelegentlich auch am Bauch. Frank Seidensticker, wie sein Cousin Gerd Oliver geschäftsführender Gesellschafter des Bielefelder Modeunternehmens, spricht von einer „Markenoffensive“. Eine herausgehobene Funktion habe dafür Brand-Manager Kevin Ziegler. Die Bielefelder haben sich vorgenommen, die Prominenz der Marke Seidensticker – die laut Marktforschung die bekannteste deutsche Hemdenmarke sei – besser auszuspielen. Die emotional aufgeladene Rose sei dafür das richtige Symbol, wie die Marktforschung ergab. Frank Seidensticker sieht sie als eine „Ikone“.Marktführerschaft soll zurückerobert werden Die Marke stehe nun vor einer „umfassenden Re-Positionierung, um die Marktführerschaft zurückzuerorbern“, so das Ziel. Zwar die Seidensticker-Gruppe mit allen ihren Marken (darunter Jaques Britt und die Lizenzmarke Camel Active) wohl noch immer der größte deutsche und europäische Hemdenhersteller. Als größte Einzelmarke gilt seit Jahren allerdings Olymp vom gleichnamigen Konkurrenten aus Bietigheim-Bissingen. Zur Abgrenzung setzen die Bielefelder auf hohe Wertigkeit, Qualität sowie „eine edle und stilvolle Produktaussage“. Seidensticker will Business-Bedürfnisse erfüllen und für Seriosität und Haltung stehen, aber es gibt auch einen Fun Factor. Um die Markenvision an den Mann zu bringen – und bei Blusen, die etwa 10 Prozent des Absatzes ausmachen, auch an die Frau – plant das Modeunternehmen eine breite Imagekampagne.Millionenbetrag fließt in Werbung In TV-, Online- und Printwerbung werde vom kommenden Jahr an ein siebenstelliger Betrag investiert, kündigte Seidensticker an. Mit einer modernen Ausrichtung solle auch eine jüngere Zielgruppe begeistert werden. Für das Geschäftsjahr 2014/15 (bis 30. April) hatte die Unternehmensgruppe Seidensticker 205 Millionen Euro Gesamtumsatz sowie einen Fehlbetrag von 3,4 Millionen Euro gemeldet. Wie es im abgelaufenen Geschäftsjahr lief, will das Unternehmen im August mitteilen. Der Umsatz der Marke Seidensticker sei im Hemdensegment im vergangenen Geschäftsjahr um 10 Prozent gewachsen. Die Umsätze mit Seidensticker-Blusen seien über mehrere Jahre hinweg um 16 Prozent gestiegen. Die Restrukturierung der jüngeren Vergangenheit, zu der zur Kostensenkung die Ausgliederung einiger Funktionen gehörte, „hat vollends gegriffen“, verspricht Seidensticker.

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