Präsentieren sich in Berlin: Fabian Bertelsmeier (Fraunhofer, v. l.), Karl-Ernst Vathauer, Thomas Hansen und Andreas Keil. - © Marc Köppelmann
Präsentieren sich in Berlin: Fabian Bertelsmeier (Fraunhofer, v. l.), Karl-Ernst Vathauer, Thomas Hansen und Andreas Keil. | © Marc Köppelmann

Paderborn/Berlin OWL-Ideen bei Innovationstag in Berlin auf dem Prüfstand

Mittelständische Unternehmen und Verbände stellen am 2. Juni ihre Projekte vor / Aus der Region sind findige Firmen und deren Förderer dabei

Paderborn/Berlin. Wenn sich am Donnerstag Unternehmer aus ganz Deutschland in Berlin-Pankow versammeln, wird auch die Region Ostwestfalen-Lippe vertreten sein. Beim Innovationstag für mittelstandsorientierte Technologieförderung stellen zwei Unternehmen aus Büren und Detmold ihre Neuerungen vor - mit Unterstützung des Innovationszentrums (Innozent) OWL. Das Ausstellungsstück, das der Bürener Thomas Hansen mit nach Berlin nimmt, hat die Größe und Form einer Kaffeemaschine. Doch die Funktionen könnten nicht unterschiedlicher sein. "Wir haben ein Probeentnahmegerät für den Bereich der Biotechnologie entwickelt", sagt der Geschäftsführer von Heletronics. Das achtköpfige Unternehmen hat mehr als zwei Jahre an der Maschine getüftelt, die vollautomatisch Proben von Nährlösungen entnehmen kann, in denen beispielsweise Bakterien für den Medikamenteneinsatz gezüchtet werden. "Weil die Proben jetzt nicht mehr händisch entnommen werden müssen, besteht keine Kontaminationsgefahr mehr", sagt Hansen. Das Gerät könne zudem 24 Stunden im Einsatz sein. Ohne die Förderung und technische Unterstützung durch das Innozent allerdings hätte sein kleines Unternehmen ein derartiges Projekt nicht an den Start gebracht. "Das Risiko einer Bauchlandung wäre viel zu groß gewesen", so Hansen. Netzwerk übernimmt Kosten und vermittelt Ähnlich ging es Karl-Ernst Vathauer, der in Detmold ein Unternehmen für Antriebstechnik führt. "Wir stellen in Berlin gleich zwei Projekte vor, die ineinander übergehen und einen produktgesteuerten Fertigungsprozess vorführen", sagt er. Sein Unternehmen bringt eine kontaktlose Übertragung von Energie und ein System für eine vorbeugende Instandhaltung von Anlagen zusammen. Auch die Detmolder erhielten bei ihrer Entwicklung Unterstützung durch das Innozent. Das Netzwerk übernahm Kosten und vermittelte technische Unterstützung durch das Fraunhofer-Institut und einer FH aus der Oberpfalz. Am Innovationstag in Berlin wird auch Innozent-Geschäftsführer Andreas Keil teilnehmen, um sein Netzwerk vorzustellen und präsent zu sein, wie er sagt. Denn die Förderung seines Netzwerks durch den Bund laufe 2018 aus. Und das Innozent wolle schließlich auch darüber hinaus finanzielle Unterstützung leisten können.

realisiert durch evolver group