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Bielefeld. Bankhaus hat neue Chefin

Susanne Müller übernimmt Leitung der Lampe-Niederlassung in Bielefeld

VON ANDREA FRÜHAUF
09.08.2014 | Stand 08.08.2014, 16:20 Uhr

Bielefeld. Das zur Oetker-Gruppe gehörende Bankhaus Lampe hat eine neue Chefin für die Niederlassung Bielefeld: Seit dem 1. August leitet Susanne Müller den juristischen Sitz und Stammsitz der alteingesessenen Privatbank.

Die 54-jährige gebürtige Bielefelderin wurde von den drei persönlich haftenden Gesellschaftern der Bank, Stephan Schüller, Nicolas Blanchard und Ulrich Cosse, berufen. Zwei weitere Frauen leiten die Lampe-Niederlassungen in Dresden und Münster.

Müller arbeitet bereits seit 2003 als Kundenbetreuerin für Lampe in Bielefeld, zuletzt als Teamleiterin und stellvertretende Niederlassungsleiterin. Der in den Ruhestand gegangene persönlich haftende Gesellschafter Peter Ebertz hatte Müller damals von der Deutschen Bank in Bielefeld geholt, wo sie auch ihre Ausbildung gemacht hatte.

"Mir liegt jeder Kunde am Herzen."

"Ich stehe wie das Bankhaus Lampe für Kontinuität und kenne die Menschen hier", betonte die Bankerin, die mehr als 30 Jahre Berufserfahrung hat und in ihrer Freizeit gerne schwimmt und Biographien liest. Als Bielefelderin habe sie sich immer mit der Familie Oetker verbunden gefühlt, ohne sie damals persönlich gekannt zu haben.

Müller verantwortet nun das Geschäft mit vermögenden Privatkunden und Unternehmen am Standort Bielefeld, der insgesamt 75 Mitarbeiter hat. Sie schätze die Bodenständigkeit der Ostwestfalen und die vielen (Familien-)Unternehmen, die ihr Licht gerne unter den Scheffel stellten. "Ostwestfalen ist eine unterschätzte Region." Sie betonte: "Mir liegt jeder Kunde am Herzen." Es sei wichtig, zu Menschen Beziehungen aufzubauen, sie richtig zu betreuen und zu beraten.

Neben der Vermögensverwaltung (70 Prozent Anteil) werde Kunden weiterhin auch eine Vermögensberatung (30 Prozent Anteil) geboten, sofern sie dies wünschten. "Dies gilt auch für Neukunden."

Willi Ernst nach zwölf Jahren gekündigt

Ihr Vorgänger Willi Ernst hatte nach rund zwölf Jahren beim Bankhaus Lampe überraschend gekündigt und ist seit 1. Juli freigestellt. Mit ihm haben drei weitere Banker aus dem Privatkundenbereich die Bank verlassen und damit die Gerüchteküche angeheizt (wir berichteten).

"Wir freuen uns sehr, dass wir in so kurzer Zeit eine sehr gute Lösung für die Niederlassung gefunden haben", sagte Carsten Lehmann, der der erweiterten Geschäftsleitung in Düsseldorf angehört, die Niederlassung Bielefeld seit Juli als Interimsleiter geführt hatte und wöchentlich für einige Tage in Bielefeld war.

Lehmann (46) bleibt weiterhin zuständig für die Region Bielefeld sowie drei weitere Niederlassungen in Deutschland. Müller hatte ihn bei der Interimsleitung gemeinsam mit Teamleiter An-dreas Freitag (53) unterstützt. Freitag ist nun stellvertretender Leiter in Bielefeld. Müller will den Wachstumskurs fortsetzen und weitere Kunden gewinnen.

Die Mitarbeiterzahl für das Privat- und Firmenkundengeschäft wurde bereits wieder auf 27 erhöht (zunächst auch durch befristete Versetzungen), bis zum Jahreswechsel sollen es 30 werden. Der Standort sei in puncto verwaltetes Vermögen der größte des Bankhauses Lampe (insgesamt 17 Mrd. Euro) und habe große Bedeutung. "Hier wird der Zahlungsverkehr zentral abgewickelt."

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