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Bielefeld Bankverein Werther wächst zweistellig

Rechtsstreit der Volksbanken: Ende in Sicht

VON SEBASTIAN KAISER
14.03.2014 | Stand 13.03.2014, 12:23 Uhr

Bielefeld. Der Bankverein Werther hat 2013 "signifikant" zum Wachstum der Volksbank Paderborn-Höxter-Detmold beigetragen. Das berichtet Vorstandsvorsitzender Ulrich Bittihn, der gestern die erste Bilanz des Bankvereins unter der Regie des größten genossenschaftlichen Kreditinstituts in OWL vorstellte.

2011 hatte die Volksbank Paderborn das Kundengeschäft des Bankvereins Werther für einen "betriebswirtschaftlich sinnvollen Preis" übernommen. Ende 2012 hatte das Institut unter dem Namen Bankverein Werther in Bielefeld und Werther neue Standorte eröffnet. Vor allem im "als overbanked geltenden Bielefelder Bankenmarkt" habe man sich in kürzester Zeit etabliert, so Bittihn.

"Wir haben zweistellige Wachstumsraten verzeichnet", sagt Detlef Kropp, Leiter des Bankvereins in Bielefeld. So seien die Kundeneinlagen um 43 Prozent auf 82 Millionen Euro gestiegen, die vergebenen Kredite um 77 Prozent auf 120 Millionen Euro. 2013 steuerte der Bankverein damit 31 Prozent zum Wachstum der Gesamtbank bei den Kundenkrediten bei.

Außergerichtlicher Vergleich mit Halle

Am Anstieg der Kundeneinlagen der Volksbank Paderborn ist er mit 18 Prozent beteiligt. Die Volksbank Paderborn-Höxter-Detmold verzeichnete 2013 bei den Kundenkrediten ein Volumen von drei Milliarden Euro, bei den Einlagen ein Volumen von 3,2 Milliarden Euro. Der Jahresüberschuss 2013 wird mit 13,1 Millionen Euro beziffert.

Der Bankverein Werther sei in der Rangliste der 59 Standorte der Volksbank von Platz 33 auf Platz sieben hochgeschnellt. In den nächsten beiden Jahren soll der Bankverein auf Platz vier aufsteigen, so Bittihn. In Bielefeld wolle man mit einer Tochtergesellschaft das Immobilien-Geschäft ausbauen. Im Mai werden eigene Geschäftsräume eröffnet.

Abgeschlossen hat Bittihn mit dem Rechtsstreit zwischen seinem Haus sowie den Volksbanken Halle und Bielefeld. Dabei ging es im Zusammenhang mit der Eröffnung der Bankvereins-Niederlassungen um wettbewerbsrechtliche Fragen.

Mit Halle wurde ein außergerichtlicher Vergleich geschlossen. "Das Landgericht Bielefeld hat uns mitgeteilt, dass damit auch das Verfahren mit Bielefeld ad acta gelegt werden soll."

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