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Starker Auftritt: Schon von weitem ist das Hermannsdenkmal zu sehen. - © dpa
Starker Auftritt: Schon von weitem ist das Hermannsdenkmal zu sehen. | © dpa

Wahrzeichen von OWL Das Hermannsdenkmal: Mächtiger Wächter am Teutoburger Wald

Der Aufstieg auf die höchste Statue Deutschlands ist zwar nicht erlaubt, aber auch vom Sockel aus ist der Ausblick spektakulär

Dirk-Ulrich Brüggemann
29.03.2016 | Stand 29.03.2016, 11:51 Uhr |

Detmold. Bis zur Erbauung der Freiheitsstatue im New Yorker Hafen galt das Hermannsdenkmal im Detmolder Ortsteil Hiddessen als höchste Statue der westlichen Welt. Das weithin über den Teutoburger Wald sichtbare Denkmal wurde zwischen 18838 und 1875 nach Entwürfen von Ernst von Bandel erbaut und am 16. August 1875 eingeweiht. Die Kolossalstatue soll an den Cheruskerfürsten Arminius erinnern. Und auch an die Schlacht im Teutoburger Wald, in der die geeinten germanischen Stämme unter Arminus Führung den römischen Legionen unter Puplius Quinctilius Varus im Jahre 9 eine entscheidende Niederlage beibrachten. Klicken Sie den Hermann an und erfahren Sie alles Wissenswerte interaktiv: Das Hermannsdenkmal ist mit einer Figurhöhe von 26,57 Metern und einer Gesamthöhe von 53,46 Metern die höchste Statue Deutschlands. Es wird vom Landesverband Lippe unterhalten und ist eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten Deutschlands. Es ist Ziel von jährlich mehreren hunderttausend Besuchern. Blick bis nach Kassel und Lügde Der Umlaufbereich auf dem Sandsockel kann gegen Eintrittgeld bestiegen werden. Die Figur selbst kann zwar bestiegen werden, ist aber für die Öffentlichkeit geschlossen. Hierzu gibt es die Legende, dass einmal jemand aus einem Nasenloch gefallen sei und daraufhin die Figur für Besucher gesperrt wurde. Sie stimmt aber nicht. Vom Sockel kann man bei gutem Wetter eine herrliche Aussicht über die Berglandschaft des Teutoburger Waldes genießen. Zu sehen sind auch der Köterberg bei Lügde und der Habichtswald bei Kassel. Wanderer erreichen das Hermannsdenkmal von Norden her kommend über den Hermannsweg und von Süden über den Eggeweg. Mit dem Auto kann man bis zum Parkplatz am Denkmal fahren: Über die B 1 und die B 239 und zum Schluss über kleinere Nebenstraßen ist es durch gute Ausschilderung einfach zu erreichen. Das Denkmal ist auch Startpunkt des Hermannslaufes in April. Klicken Sie sich durch weitere Wahrzeichen von OWL:

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