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2016: Reinhold Hanning vor dem Landgericht Detmold. - © dpa
2016: Reinhold Hanning vor dem Landgericht Detmold. | © dpa

Detmold Die zwei Gesichter des Reinhold Hanning - eine Annährerung

Auschwitz-Prozess: Mit 19 Jahren meldet sich der Hitlerjunge zur Waffen-SS. Nach der Kriegsgefangenschaft führt er in Lage ein Milchgeschäft. Jetzt ist er Angeklagter in einem weltweit beachteten Prozess

Dirk-Ulrich Brüggemann
17.02.2016 | Stand 08.03.2016, 13:34 Uhr |
1943: Reinhold Hanning als SS-Unterscharführer. - © Bundesarchiv
1943: Reinhold Hanning als SS-Unterscharführer. | © Bundesarchiv

Detmold. Als der ehemalige SS-Wachmann Reinhold Hanning am ersten Verhandlungstag des Auschwitz-Prozesses vor die Schwurgerichtskammer des Detmolder Landgerichts tritt, wirkt der 94-Jährige aus Lage gebrechlich. Begleitet von seinem Sohn geht er mit kleinen Schritten zur Anklagebank. Dort sitzt er mit gefalteten Händen unbeteiligt zwischen seinen Verteidigern und schaut während des ersten Prozesstages nur einmal kurz auf. Es scheint, als gehe die auf zwei Stunden befristete Gerichtsverhandlung an ihm vorbei. Das Glas Mineralwasser führt er mit zittrigen Händen zum Mund.

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