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Halle Vorarbeiten für den A-33-Lückenschluss

Ausgleichsmaßnahmen laufen / 150.000 Bäume allein für erstes Teilstück

23.04.2013 | Stand 23.04.2013, 16:27 Uhr
Halle: Vorarbeiten für den A-33-Lückenschluss - © Halle
Halle: Vorarbeiten für den A-33-Lückenschluss | © Halle

Halle. "Symbolisch" hat der Bau der Trasse für den Lückenschluss der Autobahn 33 zwischen Steinhagen und Borgholzhausen längst begonnen: Am 17. Dezember 2012 war der "erste Spatenstich". Doch bevor die Bagger für den Autobahnbau wirklich anrollen können, müssen erst mal die Gärtner ran: Für Bäume, die der Straße zum Opfer fallen, muss zuvor andernorts aufgeforstet werden. In Halle haben diese "Ausgleichsmaßnahmen" dieser Tage begonnen.

Der Abschnitt 7.1 des A-33- Lückenschlusses zwischen Steinhagen und Borgholzhausen-Bahnhof  ist 12,6 Kilometer lang und wird 140 Millionen Euro kosten - wenn alles so läuft, wie die Straßenplaner es vorgesehen haben. Allein 36 Brücken, 18 davon auf der Strecke vom Schnatweg bis zum Postweg, werden auf dem letzten Autobahnteilstück gebaut. Bevor auf Haller Boden mit den Bauarbeiten begonnen werden kann, müssen allerdings die Ausgleichsmaßnahmen abgeschlossen sein.

In diesen Tagen bepflanzen Mitarbeiter der Forstbaumschule P & P  eingezäunte Flächen im Bereich Halle. Vorarbeiter Constantin Cotos und sein Team heben mit einem speziellen Erdbohrer Löcher für die jungen Bäume aus und setzen die zuvor gewässerten Stecklinge in den Sandboden.

Constantin Cotos taucht die Setzlinge in eine Wanne, bevor er sie pflanzt. - © FOTO: UHLEMEIER
Constantin Cotos taucht die Setzlinge in eine Wanne, bevor er sie pflanzt. | © FOTO: UHLEMEIER

"Wir setzen hier zum Beispiel Eichen, Buchen und Eschen", sagt Cotos, während er die Wurzeln einer Handvoll  kleiner Bäume in eine Wanne mit Wasser taucht. Wie an einer Schnur werden die Stecklinge in geringen Abständen in den Boden gesetzt. "Sie werden später unterschiedlich groß", erklärt der Vorarbeiter.

Insgesamt 10.000 junge Bäume sind auf der Fläche mittlerweile gepflanzt worden. Mit einem stabilen Zaun werden die Stecklinge vor einem Verbiss durch Rehe geschützt. Eine ähnlich große Fläche ist bereits in Halle-Künsebeck aufgeforstet worden. Das ebenfalls eingezäunte Areal befindet sich im Bereich der Kreisstraße 30 östlich der Stelle, an der voriges Jahr symbolisch der erste Spatenstich für den Lückenschluss der A 33 erfolgt ist - nach jahrzehntelangen politischen Auseinandersetzungen über den Bau.
In der kommenden Pflanzperiode, also im Frühjahr 2014, werden nach Angaben von Andreas Meyer, Chef der Regionalniederlassung Ostwestfalen-Lippe  von Straßen NRW, die Ausgleichsmaßnahmen für den zweiten Abschnitt des A-33-Lückenschlusses von Halle bis Borgholzhausen begonnen. Auch sie müssen abgeschlossen sein, bevor mit den entsprechenden Baumaßnahmen begonnen werden kann.

Allein für den ersten Abschnitt von Steinhagen bis Halle müssen nach Angaben von Meyer insgesamt 150.000 Bäume gepflanzt werden. Derzeit laufen die Ausschreibungen für die ersten Bauwerke im Haller Abschnitt. Voraussichtlich wird im August mit den Arbeiten begonnen.