OWL Undichte Kanäle unter der Lupe

Neues Forschungsprojekt von FH Bielefeld und Hochschule OWL

Bielefeld. Das Thema Dichtheitsprüfungen an privaten Kanälen erhitzt die Gemüter noch immer. Nach langem Hin und Her hat die Landesregierung die verpflichtende Prüfung aller privaten Abwasserkanäle aus dem Landeswasserschutzgesetz gestrichen. Vom Tisch ist das Thema jedoch nicht. Mit der Änderung wird den Kommunen für bestimmte Bereiche freie Hand gelassen - vor allem bei der Frage, wann und in welchem Rahmen Dichtheitsprüfungen durchgeführt werden müssen. Hilfestellung soll hier ein Forschungsprojekt der Städte Bünde und Herford, der Bezirksregierung Detmold in Kooperation mit der Fachhochschule Bielefeld und der Hochschule Ostwestfalen-Lippe (OWL) bieten. Unter dem Titel "Grundwasserbelastung durch undichte Kanäle" soll erforscht werden, wie hoch die Schadstoffkonzentration im Boden rund um sanierungsbedürftige Kanäle tatsächlich ist. "Hierfür sollen an den Schadstellen Bodenproben entnommen werden, die im Labor auf Koffein und Süßstoff untersucht werden", erklärt Anja Hegener, Pressereferentin der Bezirksregierung Detmold. Grund: Diese beiden Stoffe können nicht durch andere Einflüsse in den Boden gekommen sein. Die Studie könnte als Grundlage für Kanalsanierungen dienen. Durchgeführt wird das Projekt von Johannes Weinig, Professor an der FH Bielefeld, und Ute Austermann, Professorin an der Hochschule OWL. Finanziert wird das Projekt vom Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz NRW. Die Kosten belaufen sich laut Hegener auf rund 150.000 Euro.

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