DETMOLD - UPDATE: 11 UHR Fall Arzu: Drei Geschwister legen Revision ein

Vorsitzende des Menschenrechtsvereins "Peri" angeblich bedroht

Detmold (gär/nw). Der Fall der ermordeten Arzu Özmen wird auch den Bundesgerichtshof in Karlsruhe beschäftigen. Rechtsanwalt Andreas Chlosta bestätigte auf Anfrage, dass er für seinen Mandanten Kirer Özmen Revision eingelegt habe. Dies werde die Verteidigung auch für Osman und Sirin tun. Wie berichtet, hatte das Detmolder Landgericht am Mittwoch Osman Özmen wegen Mordes an seiner Schwester Arzu zu lebenslanger Freiheitsstrafe verurteilt. Die Geschwister Sirin und Kirer waren wegen Beihilfe zu je zehn Jahren Haft verurteilt worden. Noch offen sei, ob auch im Fall der beiden übrigen Geschwister Kemal und Elvis Revision eingelegt werde, sagte Chlosta. Die beiden Letztgenannten sollen wegen Geiselnahme für fünf Jahre ins Gefängnis. Die Detmolder Staatsanwaltschaft hat über die Revision noch nicht abschießend beraten. Die 1. Vorsitzende von des Vereins Peri, Serap Cileli, wurde angeblich nach dem Urteil von Verwandten und Freunden der Familie Özmen bedroht. Der Vorstand des Vereins hat nach eigenen Angaben die Polizei informiert. Laut Medienberichten am Samstag ermittelt die Detmolder Staatsanwaltschaft offenbar nun auch gegen den Vater der ermordeten Arzu Özmen wegen Anstiftung zum Mord und Geiselnahme.        

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