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DELBRÜCK Paragon-Chef mit Porsche schwer verunglückt

Klaus-Dieter Frers wurde nach Zusammenprall mit einem BMW über die Autobahn geschleudert

04.08.2010 | Stand 04.08.2010, 22:34 Uhr

Delbrück/Eisenach. Glück im Unglück: Der Delbrücker Unternehmer Klaus-Dieter Frers ist mit seinem Porsche 928 auf der Autobahn A 4 in Thüringen schwer verunglückt und nach Auskunft der Polizei schwer verletzt in die Helios-Klinik in Gotha gebracht worden. Der Vorstandschef des Autozulieferers Paragon hatte das Werk in Suhl besucht und war auf der Rückfahrt nach Delbrück gewesen. "In der Helios-Klinik war er aber nur einen Tag", sagte Unternehmenssprecher Matthias Hack. Frers sei an der Schulter verletzt und auch in Bielefeld noch untersucht worden. Er sei aber wieder zu Hause und werde nach seinem Urlaub am Donnerstag wieder die Arbeit aufnehmen. Am Freitag werde der Paragon-Chef in jedem Fall zur Aufsichtsratssitzung erscheinen. Hack bestätigte damit einen Bericht der Thüringer Allgemeinen. Der Unfall hat sich nach Angaben der Polizei in Waltershausen bereits am 8. Juli zwischen Waltershausen und der Ausfahrt Eisenach-Ost ereignet. Es müsse schon "ein sehr hohes Tempo gefahren" worden sein, zitierte das Blatt einen Sprecher der Autobahnpolizei, der auf den Porsche-Fahrer anspielte. Eine 24-jährige BMW-Fahrerin sei auf der mittleren von drei Fahrspuren mit "zügiger" Geschwindigkeit gefahren und für ein Überholmanöver auf die linke Spur gewechselt. Dabei müsse sie übersehen haben, dass von hinten mit großem Tempo ein Porsche herankam, berichtet das Blatt. Beide Autos stießen zusammen. Die Wucht habe den Porsche gegen die Mittelplanke gepresst, anschließend sei der Sportwagen über viele Meter quer über alle drei Fahrspuren geflogen. "Dann noch durch den Graben, eine Böschung hoch und bis zum Wildkatzenzaun", wird der Polizeisprecher zitiert. Die BMW-Fahrerin wurde leicht verletzt. Beide Fahrzeuge hatten Totalschaden. Die Schuldfrage ist noch ungeklärt. "Wir ermitteln wegen fahrlässiger Körperverletzung", sagte gestern ein Beamter der Polizeiinspektion Gotha. "Bei Einhaltung der Richtgeschwindigkeit von 130 km/h hätte der Unfall vielleicht verhindert werden können."     

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