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Totgeschlagen

BIELEFELD Tierquäler tritt kleine Katze tot

21.06.2010 | Stand 21.06.2010, 14:51 Uhr

Bielefeld (sik). Ein 35-jähriger Anwohner der Sauerlandstraße hat am Freitagabend einen kleinen Kater zu Tode geprügelt. Eine Nachbarin verständigte gegen 18.02 Uhr die Polizei, die nur noch den Tod des jungen Tieres feststellen konnte und Anzeige wegen Tierquälerei erstattete.

Der Mann, der bereits polizeilich bekannt ist, soll den kleinen Kater gegen eine Hauswand geworfen und ihn dann, als er merkte, dass das Tier noch lebte, in eine Tüte gesteckt und darauf herumgetrampelt sein. Ein Zeuge habe gerufen, dass der Mann aufhören solle, berichtete die Polizei auf NW-Anfrage, doch der habe geantwortet, dass die Katze schon tot sei. "Eine weibliche Person" habe die Leiche dann auf einem Kehrblech in die Büsche geworfen.

Die Poliezeibeamten brachten den äußerlich unversehrten Katzenkörper am gleichen Abend noch ins nach Sennestadt ins Tierheim Bielefeld. Dort wird er von der Tierkörperbeseitung abgeholt.

Tierheimleiterin Barbara Snelting reagierte fassungslos angesichts solcher Grausamkeit. "Ich finde es unglaublich, wie jemand so etwas tun kann." Snelting bat die Polizei, das städtische Veterinäramt zu verständigen, um zu prüfen, ob der Mann noch weitere Tiere besitzt und künftige Tierquälereien auszuschließen. "Wer so etwas einmal tut, der kann es immer wieder machen."

Der Mann bekommt nun erst einmal eine Vorladung zur Staatsanwaltschaft. Dann wird entschieden, ob ein Gerichtsverfahren eingeleitet wird. Nach dem deutschen Tierschutzgesetz (§ 17) droht einem Tierquäler, der "ein Wirbeltier ohne vernünftigen Grund tötet oder einem Wirbeltier aus Rohheit erhebliche Schmerzen oder Leiden oder länger anhaltende oder sich wiederholende erhebliche Schmerzen oder Leiden zufügt", eine Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder eine Geldstrafe, die Höhe ist nicht festgelegt.