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Simone Thomalla, Ex-Partnerin von Rudi Assauer. - © FOTO: DDP
Simone Thomalla, Ex-Partnerin von Rudi Assauer. | © FOTO: DDP

BIELEFELD Simone Thomalla und Isabell Werth am Bielefelder Berg geblitzt

Prominente gehen gegen Bescheide vor

23.10.2009 | Stand 23.10.2009, 12:32 Uhr

Bielefeld. Zwei prominente "Opfer" des Blitzers am Bielefelder Berg der Autobahn A 2 werden sich am Dienstag, 26. Januar 2010, in Saal 4056 des Bielefelder Amtsgerichts die Klinke in die Hand geben: Schauspielerin Simone Thomalla (44) und Dressurreiterin Isabell Werth (40).

Thomalla, die sich im Januar dieses Jahres von ihrem langjährigen Lebensgefährten, dem Schalker Ex-Manager Rudi Assauer, trennte, geriet am 20. Januar in die Radarfalle. Nach Abzug von Toleranzen blieb eine Geschwindigkeitsüberschreitung von 41 Stundenkilometern übrig. Das ist exakt der Wert, ab dem im Normalfall ein einmonatiges Fahrverbot angeordnet wird. Die Schauspielerin erhielt einen Bußgeldbescheid über 100 Euro und den obligatorischen Monat Fahrverbot, gegen den sie Einspruch einlegte. Ihr Termin bei Amtsrichterin Sigrid Brecht beginnt um 10 Uhr.

Bereits am 22. Dezember 2008 erwischte es die zweifache Olympiasiegerin, Welt- und Europameisterin Werth, die damit zu den ersten Betroffenen der zehn Tage zuvor installierten Radaranlage zählte. Für eine Überschreitung des Tempolimits – erlaubt sind 100 km/h – um 37 Stundenkilometer soll sie 150 Euro zahlen und den Führerschein ebenfalls für einen Monat abgeben. Auch sie legte Einspruch gegen den Bußgeldbescheid ein und soll um 12.30 Uhr vor Brecht erscheinen.

Die zweifache Olympiasiegerin Isabell Werth. - © FOTO: DPA
Die zweifache Olympiasiegerin Isabell Werth. | © FOTO: DPA

Der Vergleich der Bußgelder und Geschwindigkeiten lässt den Schluss zu, dass die schnelle Amazone bereits Eintragungen in der Flensburger Verkehrssünderkartei zu verzeichnen hat. Beiden Damen dürfte es, wie den meisten Betroffenen, um das Fahrverbot gehen.

Bei nicht oder nur geringfügig vorbelasteten Temposündern besteht die Möglichkeit, das Fahrverbot gegen Erhöhung des Bußgeldes aufzuheben, wenn sie vor Gericht nachweisen können, dass sie beruflich unbedingt auf den Führerschein angewiesen sind.