Die Stadt prüft, ob sie gegen die Familien der mutmaßlichen Täter vorgehen kann. - © picture alliance/dpa
Die Stadt prüft, ob sie gegen die Familien der mutmaßlichen Täter vorgehen kann. | © picture alliance/dpa

Mülheim Vergewaltigung in Mülheim: Stadt prüft Rückführung der Täterfamilien

Nach der Vergewaltigung einer 18-Jährigen sitzt ein Täter in Untersuchungshaft. Vier weitere Verdächtige sind zu Hause bei ihren Familien

Anneke Quasdorf
11.07.2019 | Stand 11.07.2019, 17:03 Uhr

Nach der Vergewaltigung einer 18-jährigen Frau am Freitag durch fünf Kinder und Jugendliche in Mülheim untersucht die Stadt mittlerweile offenbar auch, ob eine Rückführung der betroffenen Familien in ihr Herkunftsland Bulgarien möglich ist. "Wir prüfen, ob wir die Freizügigkeit dieser Familien einschränken können", sagte Pressesprecher Volker Wiebels auf Anfrage von nw.de. Grundsätzlich stünden alle Familien, aus denen die Verdächtigen kommen, mittlerweile in einem sehr engen Kontakt mit dem Jugendamt. "Den Mitarbeitern stehen dabei sehr viele Instrumente zur Verfügung. Sie müssen aber genau prüfen, welche jetzt zur Anwendung kommen." Grundsätzlich stehe auch im Raum, die Kinder aus den Familien zu nehmen. Bis auf einen 14-Jährigen, der wegen Wiederholungsgefahr in Untersuchungshaft sitzt, sind alle Verdächtigen zu Hause bei ihren Familien.

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