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Neu auf Schalke: David Wagner, 47 Jahre alt, zuletzt bei Huddersfield Town in England. - © picture alliance/ empics
Neu auf Schalke: David Wagner, 47 Jahre alt, zuletzt bei Huddersfield Town in England. | © picture alliance/ empics

Bundesliga Neuer Trainer: Schalke 04 setzt David Wagner auf den heißen Stuhl

Es hatte sich abgezeichnet, nun ist es offiziell: Schalke 04 wird mit David Wagner als Cheftrainer die Bundesliga-Saison 2019/20 bestreiten. Dabei verschliss Königsblau zuletzt jede Menge Übungsleiter

Jan Ahlers
09.05.2019 | Stand 09.05.2019, 23:19 Uhr

Es hatte sich abgezeichnet, nun ist es offiziell: Schalke 04 wird mit David Wagner als Cheftrainer die Bundesliga-Saison 2019/20 bestreiten. Er folgt auf Interimstrainer Huub Stevens, der wiederum den Posten von Domenico Tedesco nach dessen Aus Mitte März übernommen hatte. Der 47-Jährige erhält bei den Königsblauen einen Dreijahresvertrag bis zum 30. Juni 2022 - der Letzte, der seinen Vertrag am Berger Feld allerdings auch bis zum Auslaufdatum erfüllte, war Huub Stevens nach seinem ersten Engagement zwischen 1996 und 2002. David #Wagner wird zur kommenden Saison Chef-Trainer beim #S04- alle Infos dazu hier 👉🏽 https://t.co/XjbtDjVYAkpic.twitter.com/UqwcJUy4wG — FC Schalke 04 (@s04) 9. Mai 2019 Seitdem ist er, alle Interimstrainer einbezogen, bereits der 22. Coach der Schalker - im Durchschnitt verblieb einem Übungsleiter im hektischen, zuweilen gar chaotischen Umfeld der Gelsenkirchener damit deutlich weniger als ein Jahr Amtszeit. Nun soll Wagner auf dem traditionell heißen Stuhl Platz nehmen und Schalke so schnell wie möglich wieder nach oben, sprich ins europäische Geschäft führen. "Passt perfekt ins Anforderungsprofil" "Wir freuen uns, mit David einen Trainer gefunden zu haben, der perfekt in unser Anforderungsprofil passt", sagte Sportvorstand Jochen Schneider. Er sei einer, "der Fußball so gestaltet, dass die Mannschaft das Heft des Handelns selbst in die Hand nimmt, laufintensiv, mit möglichst viel Tempo. Aber auch einer, der mit seiner Persönlichkeit ein Team formen und Spieler individuell verbessern kann." Wagner hat eine durchaus interessante Vita: Er gehört zu den Schalker "Eurofightern", die 1997 den Uefa-Cup gewannen, war damals allerdings vornehmlich Ersatzspieler und unternahm daraufhin einen Abstecher nach Ostwestfalen, als er sich zwei Jahre dem damaligen Zweitligisten FC Gütersloh anschloss.2011 dann wechselte der Deutsche mit amerikanischen Wurzeln die Seiten und wurde Trainer der Reserve von S04-Rivale Borussia Dortmund. Dort spielte er sich in den Fokus des englischen Zweitligisten Huddersfield Town, dem er sich 2015 anschloss. Zwei Jahre darauf führte er Huddersfield in die Premier League - sensationell schaffte Wagner dort im ersten Jahr den Klassenerhalt. Im Januar dieses Jahres, Huddersfield war klar auf Abstiegskurs, trennten sich schließlich die Wege. „Ich kenne aus bester Erfahrung die Kraft, die Schalke 04 entwickeln kann, wenn Mannschaft, Verein und Fans an einem Strang ziehen", wird Wagner in der offiziellen Mitteilung des Vereins zitiert. Zuletzt arbeiteten diese Kräfte zu oft gegeneinander; Anhängerschaft und Spieler zerstritten sich nach einer Serie von Misserfolgen. Zwischenzeitlich rutschte Schalke 04 dadurch noch in den Abstiegskampf und besiegelte erst am vergangenen Wochenende rechnerisch den Ligaverbleib. Unter Wagner soll nun alles anders, alles besser werden. „Ich möchte erneut in diese Welt eintauchen und mithelfen, die aktuelle Situation wieder zum Positiven zu verändern", sagte Wagner beim Amtsantritt. „Das ist die größte Motivation für mich, wieder in die Bundesliga zurückzukehren."

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