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Betrogen: Beim Arbeiter-Samariter-Bund soll ein Mitarbeiter 10 Millionen Euro unterschlagen haben. - © Rolf Kremming
Betrogen: Beim Arbeiter-Samariter-Bund soll ein Mitarbeiter 10 Millionen Euro unterschlagen haben. | © Rolf Kremming

Hilfsgelder für Flüchtlinge 10 Millionen Euro bei Arbeiter-Samariter-Bund veruntreut

Ex-Geschäftsführer in U-Haft

04.05.2019 | Stand 04.05.2019, 20:04 Uhr

Hannover (dpa). Ein früherer leitender Mitarbeiter des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB) soll zehn Millionen Euro unterschlagen haben, die eigentlich für Flüchtlingshilfe gedacht waren. Der Fall habe deutlich größere Ausmaße als bisher bekannt, hieß es von der Staatsanwaltschaft Hannover. Ende Februar wurden Ermittlungen gegen den früheren Geschäftsführer erstmals öffentlich, er sitztseitdem in Untersuchungshaft. Schadenssume deutlich gestiegen Bisher waren die Ermittler von einer Schadenssume von 6,5 Millionen Euro ausgegangen, nun seien  weitere Taten aufgedeckt worden. Hochrechnungen hätten eine Summe von zehn Millionen Euro ergeben, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft am Samstag. Nach Angaben des Behördensprechers sitzt der 46-Jährige unverändert in Untersuchungshaft, Unterlagen würden weiter ausgewertet. Unklar sei noch, wann die Ermittlungen abgeschlossen werden könnten. „Es besteht der dringende Tatverdacht, dass der Mann fiktive Rechnungen gestellt hat", sagte Oberstaatsanwalt Thomas Klinge. Laut Bild hat er diese Rechnungen für die Überwachung von Flüchtlingsunterkünften ausgestellt haben. Es werde zudem gegen weitere Beschuldigte ermittelt. Beschuldigter bestreitet Der ASB-Mitarbeiter bestreitet die Vorwürfe. Bei Durchsuchungen im Raum Hannover waren zahlreiche Datenträger und Unterlagen sichergestellt worden. Der ASB hatte dem Mitarbeiter früheren Angaben zufolge gekündigt. „Der ASB wird selbstverständlich vollumfänglich kooperieren und unterstützt die behördlichen Ermittlungen", sagte Bundesgeschäftsführer Ulrich Bauch Ende Februar.

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