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Am Dienstag bleiben womöglich die AWO-Kitas zu. Verdi hat Streiks angekündigt. - © dpa
Am Dienstag bleiben womöglich die AWO-Kitas zu. Verdi hat Streiks angekündigt. | © dpa

NRW Dienstag Warnstreiks in AWO-Einrichtungen - auch Kitas betroffen

28.01.2019 | Stand 28.01.2019, 19:33 Uhr

Essen/Düsseldorf (dpa). Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hat für Dienstag (29. Januar) zu ganztägigen Warnstreiks in Einrichtungen der Arbeiterwohlfahrt (AWO) in NRW aufgerufen. Es müsse mit Schließungen von AWO-Kindertagesstätten und der AWO-Betreuung in Offenen Ganztagsschulen gerechnet werden, teilte Verdi NRW mit. „Gestreikt wird aber auch in Einrichtungen der Altenpflege, Sozialstationen, Beratungsstellen, ambulanten Pflegediensten, Verwaltungen und technischen Diensten", sagte eine Verdi-Sprecherin. „Mit Kita-Schließungen muss man im ganzen Land rechnen", sagte Verdi-Verhandlungsführer Wolfgang Cremer. In Bochum und Herne werden laut Verdi-Gewerkschaftssekretärin Agnes Westerheide 25 der insgesamt 29 Awo-Kitas schließen. In den übrigen vier gebe es eine Notbetreuung. Diese Regelung  ist auch für andere betroffene Einrichtungen im Land geplant. „In unseren Seniorenzentren wird so die Versorgung der Bewohnerinnen und Bewohner sichergestellt. In den Kitas versuchen wir, Notgruppen einzurichten", so eine AWO-Sprecherin. Zentrale Kundgebung in Düsseldorf Alle Streikteilnehmer sollen zu einer Verdi-Kundgebung nach Düsseldorf fahren. In der aktuellen Tarifauseinandersetzungen findet dort am Dienstag die zweite Verhandlungsrunde statt. Verdi will eine Angleichung der Löhne an das Lohnniveau im öffentlichen Dienst und fordert daher für die 65.000 Beschäftigten der AWO NRW zehn Prozent mehr Lohn. Die Laufzeit soll 13 Monate betragen. Die Arbeitgeber haben gestaffelt insgesamt sieben Prozent bei einer Laufzeit von 30 Monaten angeboten. Die AWO NRW betreibt nach eigenen Angaben rund 3.000 Einrichtungen, darunter 729 Kitas, 490 Offene Ganztagsbetreuungen und 132 Seniorenzentren.

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