Sehr skeptisch: Friedrich Merz findet, dass die Debatte über den CDU-Kanzlerkandidaten zur falschen Zeit kommt. - © Verwendung weltweit
Sehr skeptisch: Friedrich Merz findet, dass die Debatte über den CDU-Kanzlerkandidaten zur falschen Zeit kommt. | © Verwendung weltweit

Köln Friedrich Merz zur AKK-Debatte: "Eine völlig irre Diskussion"

Friedrich Merz lehnt die Kanzlerkandidaten-Debatte in der CDU vehement ab. Außerdem ist der Sauerländer auch gegen einen Mitgliederentscheid

Lothar Schmalen
11.06.2019 | Stand 11.06.2019, 16:36 Uhr

Köln. Friedrich Merz, einer der potenziellen Bewerber um die Kanzlerkandidatur von CDU und CSU nach Angela Merkel ist offenbar genervt von der Personaldiskussion in der Union. "Ich rede nicht über einen Kanzlerkandidaten der Union zu einem Zeitpunkt, wo keine Wahlen anstehen. Das ist doch eine völlig irre Diskussion", sagte der CDU-Politiker am Rande der Vorstellung eines Buches des langjährigen Kölner SPD-Chefs Jochen Ott beim Greven-Verlag in Köln. Offen blieb, ob Merz mit dieser Äußerung auf CDU/CSU-Fraktionschef Ralph Brinkhaus reagierte, der am Pfingstwochende in einem Interview gesagt hatte, Parteichefin Kramp-Karrenbauer werde die nächste Kanzlerkandidatin der CDU sein. Kramp-Karrenbauer hatte sich in der Kampfabstimmung um den CDU-Vorsitz im Dezember 2018 nur knapp gegen Friedrich Merz durchgesetzt. Merz sprach sich auch gegen einen Mitgliederentscheid in der Union über die Kanzlerkandidatur aus. Den forderte zuletzt die konservative Werte-Union in der CDU. "Solche Urabstimmungen spalten nur die Partei", sagte Merz. Er halte das Delegiertensystem für das richtige Instrument bei Personalentscheidungen der Parteien.

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