Klare Ansage: In einer Grundschule in Stuttgart hängt diese Aufschrift „Liebe Eltern, ab hier schaffen wir das alleine". - © picture alliance/dpa
Klare Ansage: In einer Grundschule in Stuttgart hängt diese Aufschrift „Liebe Eltern, ab hier schaffen wir das alleine". | © picture alliance/dpa

Soziale Medien "Hat nichts mit Kontrollwahn zu tun": Leser diskutieren über Helikopter-Eltern

Bielefeld. Die Berichterstattung von nw.de über „Helikopter-Eltern" wird besonders in den sozialen Medien kontrovers diskutiert. Viele Leser schildern in ihren Kommentaren aber auch ganz persönliche Erlebnisse wie etwa von den Klassenfahrten ihrer Kinder. So ist Katja Ruprecht genervt über das Gerede um „Helikopter-Eltern". „Ja, es gibt tatsächlich vereinzelt Eltern, die einen Hang zum Übertreiben haben. Aber viel mehr gibt es auch Eltern, die ihre Kinder nebenherlaufen lassen: keine häusliche Unterstützung, krank in Kita und Schule geschickt werden, keine gemeinsame Mahlzeit am Tisch mit Unterhaltung, keine Zeit, mal ein Gesellschaftsspiel zu spielen, kein Bock auf Probleme der Kinder (Schule, Kita, Freundeskreis), keine Zeit für Liebe und Geborgenheit ...", schreibt sie auf Facebook. „Auch wenn es in diesem Artikel sehr überspitzt dargestellt wird, kann ich diese Helikoptereltern verstehen und zähle mich in gewisser Weise auch dazu", meint Anja Riek. "Klassenfahrt auch ohne Skype" Kris Rentrop sagt: „Warum lassen solche Eltern ihren Kids nicht die Möglichkeit, Erfahrungen zu machen und stark zu werden. Wie haben wir Klassenfahrten nur ohne Skype und tägliche Videokonferenzen überlebt." „Übervorsichtige Eltern senden unbewusst eine Metabotschaft an ihr Kind, welche bei diesem ein Leben lang anhalten kann. „Ich traue Dir das nicht zu, Du kannst das nicht und die Welt ist gefährlich". Das hat enorme Folgen", findet findet Benjamin Ingram ebenfalls auf Facebook. Jacqueline Vogt erklärt deutlich: „ Also ich bin auch Mutter und selbstverständlich möchte ich Kontakt zu meinem Kind haben können, auch wenn es auf Klassenfahrt ist ... oder vielleicht auch gerade dann. Heutzutage passiert so viel Mist auf der Welt, vor allem mit Kindern. Das hat nichts mit Kontrollwahnsinn zu tun ..." "Auch Eltern müssen sich abnabeln" „Auch Eltern müssen lernen, sich von ihren Kindern abzunabeln, und zeigen, dass sie ihren Kindern vertrauen. Dieser Kontrollzwang ist kontraproduktiv", schreibt Sandra Renckhenrich.

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