Für manche Menschen, die an Herz-Kreislauf-Erkrankungen leiden, kommt jede Hilfe zu spät. - © Pixabay
Für manche Menschen, die an Herz-Kreislauf-Erkrankungen leiden, kommt jede Hilfe zu spät. | © Pixabay

Gesundheit 75 zu 81 Jahren: Männer nähern sich den Frauen bei der Lebenserwartung an

Krankheiten des Kreislaufsystems sind mit 32,8 Prozent die häufigste Todesursache in NRW in 2016

Miriam Scharlibbe

Düsseldorf. Die Lebenserwartung der Menschen in Nordrhein-Westfalen steigt. Besonders deutlich wird das bei Männern, deren Lebenserwartung sich der höheren der Frauen nähert. Starben Männer im Jahr 2000 im Durchschnitt mit 71 Jahren, wurden sie im Jahr 2016 im Durchschnitt 75 Jahre alt. Das geht aus den jüngsten Zahlen des Statistischen Landesamtes zu den Sterbezahlen und Todesursachen hervor. Bei Frauen nahm die Lebenserwartung im selben Zeitraum von 79 auf 81 Jahre zu. Damit verringerte sich der Abstand beim statistischen Sterbealter zwischen Männer und Frauen von acht auf sechs Jahre. Auch bei den Todesursachen gibt es Unterschiede: Während Frauen häufiger in Folgen einer Kreislauferkrankung starben, spielen bei Männern Krebserkrankungen als Todesursache eine größere Rolle. Kreislauferkrankungen bleiben häufigste Todesursache Im Jahr 2016 sind in Nordrhein-Westfalen 202.251 und damit rund 1,0 Prozent weniger Menschen gestorben als ein Jahr zuvor. Wie das Statistische Landesamt mitteilt, waren Krankheiten des Kreislaufsystems mit 32,8 Prozent (66.386 Verstorbene) auch im vergangenen Jahr die mit Abstand häufigste Todesursache. 35,4 Prozent der Frauen und 30,1 Prozent der Männer starben an den Folgen einer Kreislauferkrankung. Zweithäufigste Todesursache waren mit einem Anteil von 26,6 Prozent sogenannte "bösartige Neubildungen". Bei 16.029 dieser Todesfälle waren Krebserkrankungen der Verdauungsorgane, bei 12.200 Fällen Krebserkrankungen der Atmungsorgane und bei 5.822 Gestorbenen Krebserkrankungen der Genitalorgane ursächlich. Bei Männern spielte Krebs als Todesursache eine größere Rolle (29,2 Prozent) als bei Frauen (24,2 Prozent). Dritthäufigste Todesursachen waren mit 16.583 bzw. 8,2 Prozent Krankheiten des Atmungssystems. Das durchschnittliche Sterbealter betrug 78 Jahre (Frauen: 81 Jahre; Männer: 75 Jahre). Minimal mehr Todesfälle in Ostwestfalen-Lippe In Ostwestfalen-Lippe ist die Zahl der Todesfälle im Vergleich von 2016 zu 2015 minimal gestiegen, von 22.568 Verstorbenen auf 22.761. Die Rangfolge der häufigsten Todesarten entspricht auch hier den Landesergebnissen: Die meisten Menschen in OWL starben an Krankheiten des Kreislaufsystems, gefolgt von Todesfällen durch Krebs und Erkrankungen des Atmungssystems. So sieht die Statistik der Todesfälle in OWL für die neuesten Zahlen aus dem Jahr 2016 insgesamt aus: Bielefeld: 3.728 (2015: 3.571) Kreis Gütersloh: 3.599 (3.488) Kreis Herford: 3.082 (3.004) Kreis Höxter: 1.667 (1.710) Kreis Lippe: 4.135 (4.330) Kreis Minden-Lübbecke: 3.819 (3.651) Kreis Paderborn: 2.731 (2.814) Mit Informationen der dpa.

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